Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Starker Kinderrücken: Fit durch den Schulalltag mit einer Stunde Bewegung täglich

21.08.2014

Orthopäden und Unfallchirurgen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) empfehlen als Ausgleich zum überwiegend sitzenden Schulalltag und für eine gesunde Entwicklung des kindlichen Bewegungsapparates täglich mindestens eine Stunde Bewegung.

Die Experten weisen darauf hin, dass Kinder und Jugendliche sich heutzutage nicht ausreichend bewegen und oftmals unter muskulärer Schwäche leiden. Bewegungsmangel und Übergewicht sind die Hauptursache für kindliche Rückenschmerzen und Haltungsschäden.

„Damit Kinder nicht die Rückenpatienten von morgen werden, müssen die Muskeln des Bewegungsapparates täglich trainiert werden. Dabei geht es nicht um aufwändige Hobbys, sondern es kommt darauf an, den Alltag einfach bewegter zu gestalten. Denn oftmals wechseln die Schülerinnen und Schüler von der Schulbank direkt vor PC oder Fernseher“, sagt Professor Fritz Uwe Niethard, Generalsekretär der DGOU. Laut Daten der aktuellen Kiggs-Studie1 sind nur etwas mehr als ein Viertel der 3- bis 17-Jährigen täglich mindestens eine Stunde körperlich aktiv.

Die Wirbelsäule wird von einem umfangreichen Muskelsystem an Bauch- und Rückenmuskeln gestützt. Schwach ausgebildete Muskeln begünstigen eine Fehlstellung bzw. Überanspruchung der Wirbelsäule, die wiederum zu Rückenschmerzen führt. Auch für das Tragen des Schulranzens ist die Kraft der Wirbelsäulenmuskulatur wichtig.

Orthopäden und Unfallchirurgen geben folgende Tipps für den Schulalltag, um Haltungsschäden bei Schulkindern im Wachstumsalter vorzubeugen:

Bewegung als Ausgleich:
Für mehr Bewegung im Alltag zählen schon folgende leicht umzusetzende Aktivitäten:
• Treppen steigen statt Rolltreppe fahren
• Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, anstatt mit dem Auto zu fahren
• Medienkonsum begrenzen und dafür alte Spiele neu entdecken: Springseil, Gummitwist etc.
Eltern sollten für ihre Kinder Vorbild sein und sie dabei unterstützen, mehr Lust an der Bewegung zu entwickeln.

Richtige Sitzposition am Schreibtisch:
Kinder sollten ihre Hausaufgaben nicht am Küchentisch, sondern an einem auf ihre Größe angepassten Schreibtisch machen und mit geradem Rücken sowie leicht vorgeneigter Haltung an ihm sitzen. Bei falscher Sitzposition kommt es zum sogenannten Sitzbuckel, bei dem sich die Wirbelsäule nach hinten biegt. Der Sitzbuckel bzw. Kyphose ist eine der häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen bei Kindern.

Tragen des Schulranzens:
Das Gewicht eines gepackten Schulranzens sollte 10 Prozent des Körpergewichtes des Kindes nicht überschreiten. Der Ranzen sollte gut am Körper sitzen. Das heißt:
• Ranzen so einstellen, dass er nicht am Körper pendeln kann, ggf. mit einem Hüftgurt fixieren
• nicht zu stramm einstellen, sonst wird ein Rundrücken begünstigt
• nicht zu locker einstellen, sonst besteht die Gefahr eines Hohlkreuzes
• den Ranzen nicht einseitig tragen, damit sich das Gewicht auf beide Schultern gleichmäßig verteilt

1) KiGGS – Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland - 2013, Robert Koch-Institut

Weitere Informationen:
www.dgou.de

Kontakt für Rückfragen:
Susanne Herda
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) e.V.
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon: +49 (0)30 340 60 36 -06 oder -00
Telefax: +49 (0)30 340 60 36 01
E-Mail: presse@dgou.de

Susanne Herda | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie