Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sonnenlicht verringert Arthritisrisiko erheblich

05.02.2013
200.000 Frauen untersucht - Betroffene haben niedrige Vitamin-D-Werte

Das Leben in einem sonnigeren Klima könnte laut Wissenschaftlern der Harvard Medical School das Erkrankungsrisiko für eine rheumatoide Arthritis verringern. Für die Erhebung wurden die Daten von über 200.000 Frauen ausgewertet.

Die Forscher gehen davon aus, dass Vitamin D, das im Sonnenlicht produziert wird, den Körper gegen die Krankheit schützt. Experten wie Chris Deighton von der British Society for Rheumatology warnen jedoch davor, den ganzen Tag in der Sonne zu verbringen.

21 Prozent geringeres Risiko

Rheumatoide Arthritis entsteht durch den Angriff des Immunsystems auf die Gelenke und kann sehr schmerzhaft sein. Frauen erkranken häufiger. Die Ursachen für die Erkrankung sind bis heute unbekannt. Die Wissenschaftler begleiteten zwei Gruppen von mehr als 100.000 Frauen.

Die erste Gruppe wurde ab 1976 beobachtet, die zweite ab 1989. Ihr Gesundheitszustand wurde mit den Schätzungen der Werte der UV-B-Strahlung verglichen, die den Werten der Orte entsprachen, an denen die Teilnehmerinnen lebten.

Die erste Gruppe, deren Teilnehmerinnen in den sonnigsten Teilen Amerikas lebten, erkrankten um 21 Prozent weniger wahrscheinlich als jene Frauen, die am wenigsten Kontakt mit UV-B-Strahlung hatten. Die UV-Werte hatten jedoch bei der zweiten Gruppe keine Auswirkung auf das Erkrankungsrisiko. Die Forscher nehmen an, dass Unterschiede beim Schutz gegen die Sonne - also eine häufigere Verwendung von Sonnenschutzmitteln - erklären könnte, warum jüngere Frauen vom Leben in einem sonnigeren Klima weniger profitieren.

Erklärung für Zusammenhang gesucht

Eine Theorie geht davon aus, dass die Unterschiede der Menge an Vitamin D, die produziert wird, wenn UV-Strahlung auf die Haut trifft, das Risiko an dieser Erkrankung zu leiden, beeinflussen kann. Geringe Vitamin-D-Werte wurden bereits mit anderen Erkrankungen des Immunsystems wie Multipler Sklerose in Zusammenhang gebracht. Alan Silman von Arthritis Research UK http://www.arthritisresearchuk.org erklärt, dass es bekannt sei, dass viele Menschen mit Arthritis über niedrige Vitamin-D-Werte verfügen.

Das kann, so die Wissenschaftler, große Auswirkungen auf die für das Entstehen der Krankheit entscheidenden Immunzellen haben. Derzeit suchen die Fachleute nach einer Erklärung für die genauen Mechanismen. In Laborstudien soll jetzt herausgefunden werden, ob Vitamin D die aggressive Immunreaktion bei rheumatoider Arthritis verändern kann. Details der Studie wurden in den Annals of the Rheumatic Diseases http://ard.bmj.com veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://hms.harvard.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die neue Achillesferse von Blutkrebs
22.05.2018 | Ludwig Boltzmann Gesellschaft

nachricht Schnelltests für genauere Diagnose bei Hirntumoren
17.05.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics