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Im Seniorenalter auch auf die Leber achten

05.11.2013
Lebererkrankungen verlaufen bei Senioren oft schlechter, langsamere Regeneration und reduzierter Abbau von Schadstoffen in der Leber

Zunächst die gute Nachricht: Es gibt keine ausgesprochene Lebererkrankungen, die ausschließlich oder vermehrt bei Senioren auftreten. Doch es gibt viele Gründe, warum gerade Senioren besonders auf ihre Leberwerte achten sollten.

„Im Alter treten häufiger Diabetes, Übergewicht und chronische Krankheiten auf. Das hat wiederum Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Leber“, sagt Prof. Dr. Claus Niederau, Vorstand der Deutschen Leberhilfe e.V. Im Alter sei auch der Abbau von Schadstoffen durch die Leber langsamer ebenso wie ihre Regenerationsfähigkeit, insbesondere wenn die Leber zum Beispiel durch eine Hepatitis-Virusinfektion geschädigt ist. Ebenso treten bei chronischen Entzündungen der Leber im Alter häufiger Komplikationen auf. Speziell um Erkrankungen der Leber kümmert sich der 14. Deutsche Lebertag 2013 (20. November 2013), der in diesem Jahr unter dem Motto „Achtung! Leber!“ steht. Veranstalter sind die Deutsche Leberhilfe e.V., die Gastro-Liga e.V. und die Deutsche Leberstiftung. Nähere Informationen unter www.lebertag.org

Auch die Leber altert

Mit zunehmendem Alter nimmt die Durchblutung der Leber und auch das Lebervolumen ab. Das bedeutet, bei einem verminderten Blutdurchfluss kann die Leber ihre Filterfunktion von Schadstoffen nicht mehr hundertprozentig wahrnehmen. Vor allem bei älteren Menschen, die verschiedene Medikamente gegen andere Erkrankungen einnehmen, besteht ein Risikofaktor für eine Lebererkrankung. Infekte der Leber verlaufen bei Älteren meist dramatischer als bei Jüngeren. Sollte eine Transplantation notwendig sein, so zeigen Studien, dass nach einer Transplantation die Komplikationen meist größer und schwieriger sind als bei Jüngeren.

Was tun?

Eine Testung der Leberwerte durch den Hausarzt sollte regelmäßig durchgeführt werden. Auch eine Impfung gegen eine Hepatitis A-Virusinfektion ist sinnvoll, da speziell diese Infektion im Alter häufig einen schwerwiegenden Verlauf nimmt. Gesunde Lebensweise und Ernährung sowie sportliche Aktivität und falls notwendig eine Gewichtsreduktion sorgen ebenso für eine gesunde Leber im Alter. Damit können sich sogar fibrotische Prozesse (Gewebeveränderungen) zurückbilden.

Kontakt:

Deutsche Leberhilfe e.V.
Prof. Claus Niederau, Vorstandsvorsitzender
Achim Kautz, Geschäftsführer
Krieler Straße 100, 50935 Köln
info@leberhilfe.org
www.leberhilfe.org
Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga) e.V.
Prof. Dr. Peter R. Galle, Vorstandsmitglied
Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Friedrich-List-Straße 13, 35398 Gießen
geschaeftsstelle@gastro-liga.de
www.gastro-liga.de
Deutsche Leberstiftung
Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender
Bianka Wiebner, Kaufmännische Geschäftsführerin
Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover
presse@deutsche-leberstiftung.de

Rita Wilp | idw
Weitere Informationen:
http://www.lebertag.org
http://www.deutsche-leberstiftung.de

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