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Schlafstörungen machen Herzen krank: neue Therapieformen in Aussicht

20.09.2011
Neuesten Studien zufolge stehen Schlafstörungen im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu begünstigen. Auch umgekehrt können Herzerkrankungen Schlafprobleme verursachen.

Diesen Zusammenhang diskutieren neurologische Experten auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) kommende Woche in Wiesbaden. Kürzlich entdeckte genetische Ursachen vieler Schlafstörungen gelten als Ansatzpunkte neuer Therapieformen. „Diese Entdeckung könnte von großer Tragweite sein, weil wir die Herzen von Patienten mit gestörtem Schlaf-Wach-Rhythmus besser schützen können“, so der Neurologe Prof. Peter Young vom Universitätsklinikum Münster.

Etwa 5 Millionen Deutsche leiden an medizinisch relevanten Schlafstörungen: vom geschafften Schichtarbeiter, der nach getaner Arbeit am frühen Morgen einfach kein Auge zu machen kann, bis zum aufgedrehten Urlauber, den der Jetlag nach langem Flug durch die Zeitzonen einfach nicht zur Ruhe kommen lässt. Der Schlafmangel beeinträchtigt nicht nur die geistige Leistungsfähigkeit dieser Menschen – sondern auch die ihrer Herzen.

Verkalkungen stören den Schlaf und gestörter Schlaf belastet das Herz

Dass Schädigungen der Blutgefäße durch Arteriosklerose sowohl einen Herz- als auch Hirnschlag auslösen können, ist hinlänglich bekannt. Dass diese „ Verkalkungen“ aber auch den Schlaf stören können, fanden Neurologen erst kürzlich heraus. In mehreren aktuellen Studien konnten Sie die dabei wirkenden Mechanismen beschreiben und nachweißen, dass auch umgekehrt ein Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht.

„Leidet ein Mensch primär an Schlaflosigkeit, kann das sein Herz und seine Blutgefäße nachhaltig schädigen“, sagt der Schlafforscher Prof. Young. Neurologische Schlafmedizin hat eine zentrale Rolle in der Prophylaxe und der Behandlung von Krankheiten des Herz-Kreislauf- und des Hirn-Kreislauf-Systems.

Hinweis für die Medien

Prof. Young wird auf der Pressekonferenz für Publikumsmedien am Donnerstag den 29. September von 9:45-10:45 Uhr von den Wechselwirkungen zwischen Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen berichten und aktuelle Studienergebnisse hierzu erläutern.

Für alle Rückfragen
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Tel.: +49 (0)89-46148622
Fax: +49 (0)89-46148625
E-Mail: presse@dgn.org
Im Internet
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Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 6500 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin.
1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter
Pressesprecher : Prof. Dr. Hans-Christoph Diener
Geschäftsstelle
Deutsche Gesellschaft für Neurologie
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Fax: +49 (0)30-531437-939
E-Mail: info@dgn.org

Frank A. Miltner | idw
Weitere Informationen:
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