Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Regenerative Medizin: Mit Stammzellen gegen Diabetes

05.05.2011
Experten forschen an Heilung von Krankheiten mit Stammzellentherapien

Stammstellenforschung ist ein umstrittenes Feld. Im Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) ist man zuversichtlich darüber, dass die regenrative Medizin eine große Zukunft vor sich hat. Die gestiegene Lebenserwartung der Menschen provoziert die Frage, wie man auch im hohen Alter gesund leben könne.

"Wenn die Lebenserwartung steigt, nehmen die chronischen und degenerativen Erkrankungen zu", sagt Frank Emmrich, Direktor des TRM.

Dann habe die Medizin die Aufgabe, körpereigene Reparaturmechanismen nicht nur zu erkennen, sondern bewusst einzusetzen und zu steuern. Es sei sanfter, den Körper zur Selbstheilung anzuregen und Gewebe und Organe zu regenerieren anstatt auf Maschinen und Katheder zurückzugreifen, so Emmrich.

Die Forschung an embryonalen Stammzellen läuft auf Hochtouren. "Wir sind einerseits bei der Regeneration von Haut und Knorpel bereits in der klinischen Anwendung, die auch von den Krankenkassen bezahlt wird", sagt Emmrich. Andererseits müssten sich viele Verfahren erst noch in der klinischen Praxis bewähren.

Wenn medizinisch-technische Lösungen nicht greifen

Regenerative Verfahren sind angebracht, wenn medizinisch-technische Lösungen unbefriedigend ausfallen. Beispielsweise ist für Diabetes keine technische Lösung absehbar. Zwar kann man Insulin mittels Pumpe abgeben. Eine Regulierung, die über die kontinuierliche Messung des Blutzuckerspiegels gesteuert wird, ist bislang aber nicht möglich. "Hier liegt die Hoffnung und die Erwartung auf der regenerativen Medizin, dass es gelingen wird, insulinspendende Zellen zu konstruieren und in den Körper einzubringen", sagt Emmrich.

Das Forschungsfeld um Diabetes sei kompliziert, sagt Insa Schröder, eine Forscherin am TRM. "Eine insulinproduzierende Betazelle funktioniert nur im Verbund und im Zusammenspiel mit anderen Zellen aus der Bauchspeicheldrüse richtig ", erläutert die Wissenschaftlerin. Um aus Stammzellen insulinproduzierende Zellen erzeugen zu können, müsse man im Prinzip das gesamte Organ "nachbauen". Bisher können nur unreife, noch nicht voll funktionstüchtige Zellen hergestellt werden. Der Bevölkerung müsse klar sein, dass es bis zur Bekämpfung von Erkrankung mit regenerativer Medizin noch Jahre dauern könnte.

Oranus Mahmoodi | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.trm.uni-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive