Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projekt fördert europaweit freien Zugang zu modernen bildgebenden Verfahren

14.12.2010
Universitätsmedizin Mannheim und EMBL stellen die wissenschaftlichen Koordinatoren der europäischen Infrastrukturmaßnahme Euro-BioImaging

Professor Dr. med. Stefan Schönberg, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Mannheim sowie Direktoriumsmitglied des Instituts für Medizintechnologie, und Dr. Jan Ellenberg, Leiter der Zellbiologie und Biophysik Abteilung am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg, koordinieren seit April 2010 gemeinsam die europäische Infrastrukturmaßnahme Euro-BioImaging. Professor Schönberg nimmt diese Aufgabe im Namen des European Institute for Biomedical Imaging Research (EIBIR, Wien) wahr.

Das Ziel von Euro-BioImaging ist die harmonisierte Errichtung einer Infrastruktur im Bereich der bildgebenden Verfahren in den Biowissenschaften. Durch den Aufbau von Infrastruktur-Einheiten an ausgesuchten Knotenpunkten in Europa sollen modernste bildgebende Technologien flächendeckend für Wissenschaftler verfügbar gemacht werden.

Sie treiben die biomedizinische Forschung voran, indem sie den Zugang zu innovativen bildgebenden Technologien ermöglichen, praktische Ausbildung anbieten, die Vernetzung von Wissenschaftlern unterstützen und damit hochkarätige Forscher aus aller Welt anziehen.

Mit Beginn dieses Monats startete nun die dreijährige Planungsphase, an welche eine vierjährige Aufbauphase anschließt. Bis zum Jahr 2017 soll die Infrastruktur aufgebaut und der Zugang zu modernsten Technologien in der biomedizinischen Bildgebung ermöglicht werden. Die Planungsphase wird von der EU gefördert. Für die weitere Finanzierung des Projektes müssen die Mitgliedstaaten gewonnen werden.

Insgesamt 13 definierte Arbeitsgruppen - fünf aus dem strategischen und acht aus dem technologischen Bereich - planen den Aufbau der Infrastruktur. Sie werden jeweils von zwei bis vier international ausgewiesenen Wissenschaftlern und Forschungspolitikern, Partnern des Euro-BioImaging Konsortiums, geleitet (insgesamt: 39). Darüber hinaus beteiligen sich bereits mehr als 80 assoziierte Partner aus insgesamt 23 Ländern am Aufbau der Euro-BioImaging Infrastruktur.

Unter der Koordination von Professor Schönberg und Dr. Ellenberg evaluieren die Arbeitsgruppen die konkreten Bedürfnisse der Nutzergruppen der unterschiedlichen biomedizinischen Bildgebungstechnologien und planen dann auf dieser Basis die Einrichtung von Infrastruktur-Knoten in den europäischen Mitgliedsstaaten. Zwei Arbeitsgruppen befassen sich mit der modernen Lichtmikroskopie (Advanced Light Microscopy, ALM), zwei Arbeitsgruppen widmen sich dem Bereich der radiologischen und nuklearmedizinischen Bildgebung (Medical Imaging) und eine der Kombination beider Bereiche (Molecular Imaging). Drei weitere, technische Arbeitsgruppen erarbeiten europaweite Trainings-, Zugangs- und Bilddatenkonzepte.

Die fünf strategischen Arbeitsgruppen arbeiten an der Erstellung der rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingung für die Forschungsinfrastruktur.

Euro-BioImaging ist eines von vier neuen biowissenschaftlichen Projekten des European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI), das durch den Aufbau der so genannten Research Infrastructures (RI) den Ausbau der wissenschaftlichen Integration Europas unterstützt.

Dr. Eva Maria Wellnitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.eurobioimaging.eu/ -
http://ec.europa.eu/research/infrastructures/index_en.cfm?pg=esfri

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Titandioxid-Nanopartikel können Darmentzündungen verstärken
19.07.2017 | Universität Zürich

nachricht Künftige Therapie gegen Frühgeburten?
19.07.2017 | Universitätsspital Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten