Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Primäre Leberkarzinome nehmen rapide zu

20.08.2009
Hepatitis C begünstigt noch nach Jahrzehnten Erkrankung

Primäre Leberkarzinome, die in vielen Fällen verhindert werden könnten, haben sich in den letzten 30 Jahren verdreifacht.

Es ist nicht außergewöhnlich, dass sich eine Krebserkrankung in die Leber ausbreitet. Die Statistiken von Cancer Research UK zeigen jedoch, dass die Anzahl der Erkrankungen, die in der Leber ihren Ausgang nehmen, drastisch angestiegen ist. Diagnostizierte Krebserkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten aufgrund der höheren Lebenserwartungen und der verbesserten Erkennungsmöglichkeiten zugenommen. Experten argumentieren, dass Infektionen mit Hepatitis C, Alkoholmissbrauch und Fettsucht auch entscheidend zur Zunahme der Erkrankungen beigetragen haben.

Primärtumore entstehen häufig als Folge einer Zirrhose, die ihrerseits mit diesen Risikofaktoren in Zusammenhang steht. Matt Seymour von der University of Leeds berichtet, dass immer mehr Patienten mit einer Zirrhose und daher auch häufiger mit primären Leberkarzinomen behandelt werden. Dieser Trend werde sich wahrscheinlich fortsetzen.

Es komme zu einer langen Verzögerung zwischen dem Bestehen der Risikofaktoren und dem Einsetzen einer Krebserkrankung. Es könne 20 bis 40 Jahre dauern, bis nach einer Hepatitis C-Infektion ein Leberkrebs entsteht. Auch wenn die Infektionszahlen derzeit rückläufig seien, werde es noch einige Jahre dauern bis die Anzahl der Folgeerkrankungen ebenfalls sinkt.

Fettsucht wird derzeit als eine der Hauptursachen für Erkrankungen der Leber angesehen. Zirrhosen, die durch hohen Alkoholkonsum entstehen, haben in Großbritannien in den letzten Jahren extrem zugenommen. Wird eine Erkrankung früh genug behandelt, kann der gesundheitliche Schaden rückgängig gemacht und das Krebsrisiko reduziert werden. Viele Menschen mit Hepatitis C wissen jedoch nicht, dass sie das Virus in sich tragen. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 250.000 Briten infiziert sind. Acht von zehn Betroffenen wissen jedoch nichts davon.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cancerresearchuk.org
http://www.leeds.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie