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Prävention von Infektionen und Thrombosen nach Splenektomie oder bei funktioneller Asplenie

06.02.2013
Morbidität und Mortalität von Patienten mit Milzdysfunktion bzw. Asplenie sind noch immer unannehmbar hoch.

Das Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen nach einer Splenektomie oder bei Hyposplenie-Patienten hängt wesentlich von der Prävention, die Überlebenschance von einer frühzeitigen und effektiven Therapie ab. Unter Leitung von Prof. Monika Engelhardt, Freiburg, haben die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. und die GPOH Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie e. V. zusammen mit ihren Schweizer Kollegen eine neue interdisziplinäre Leitlinie zum Umgang mit diesen Patienten erarbeitet.

http://www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/praevention-von-infektionen-und-thrombosen-nach

Obwohl ein Post-Splenektomie- und Hyposplenie-Status Patienten zu thromboembolischen Komplikationen prädisponieren kann, sind die hauptsächlich gefürchteten Risiken die der Immuninkompetenz bzw. des Auftretens schwerer Infektionen. Milz-erhaltende Operationstechniken werden deshalb gehäuft bei Notfall- und elektiven Splenektomien durchgeführt. Bei Kindern, bei denen eine Splenektomie vorgesehen ist, sollte diese, wenn elektiv durchführbar, bis zum Erreichen von 6 bis 12 Jahren verschoben werden. Während der Splenektomie sollten Operateure aufgrund eines Traumas gewebesparend operieren und Milzsubstanz als Splenoseherde (Splenosis) belassen.

Prophylaxen gegen kapselbildende Bakterien und Impfmaßnahmen sind unumgänglich. Das Risiko für Postsplenektomiesepsis (PSS) oder Overwhelming-Postsplenectomy-Infection (OPSI) besteht lebenslang. Eine sofortige Antibiotikatherapie ist nicht nur bei Kindern und immunkompromittierten Patienten nötig, sondern auch bei Tierbissen und Auslandsreisen. Bei asplenischen oder hyposplenischen Patienten muss jede Fieberepisode/-erkrankung sofort und sehr sorgfältig untersucht und prompt behandelt werden.

Nur wenn die Betroffenen und ihre behandelnden Ärzte diese Risiken kennen, können Komplikationsrate und Sterblichkeit dieser Patienten langfristig gesenkt werden. Die vorliegende, komplett aktualisierte interdisziplinäre Leitlinie leistet dazu einen wertvollen Beitrag.

Onkopedia
Auf der Internetplattform Onkopedia bietet die DGHO Leitlinien zu verschiedenen Bereichen der Hämatologie und Onkologie. Mit diesem flexiblen Angebot werden praxisnahe Behandlungsempfehlungen zur Verfügung gestellt. Daneben werden in der Wissensdatenbank umfangreiche Daten und Bildmaterialien zu verschiedenen Erkrankungen angeboten. Das Angebot wird schrittweise um spezielle Leitlinien in patientengerechter Sprache und zu pflegespezifischen Themen sowie um Leitlinien in englischer Sprache erweitert. http://www.dgho-onkopedia.de
DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie
Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. besteht seit 75 Jahren und hat heute mehr als 2.700 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit der Ausarbeitung von Aus-, Fort- und Weiterbildungscurricula, der Erstellung von Behandlungsleitlinien und Behandlungsempfehlungen sowie mit der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungsseminaren fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V / DGHO Hauptstadtbüro
V.i.S.d.P. Prof. Bernhard Wörmann
Fon: 030 / 27 87 60 89 – 0
Fax: 030 / 27 87 60 89 – 18
E-Mail: woermann@dgho.de

Prof. Bernhard Wörmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgho.de
http://www.dgho-onkopedia.de/

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