Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pankreas-Tumor-Konsortium startet in Kiel

27.08.2010
1,75 Millionen Euro für die Erforschung von Krebs der Bauchspeicheldrüse
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat fünf Projekte im Rahmen eines so genannten Paketantrags mit dem Titel Pankreas-Tumor-Konsortium Kiel/Pancreatic Cancer Consortium-Kiel (PCC-Kiel) zur Förderung in Höhe von 1,75 Millionen Euro zunächst für die kommenden drei Jahre bewilligt. Die Förderung des neu gegründeten Konsortiums PCC-Kiel bestätigt "eine langjährige Forschungsexpertise sowie eine intensive Zusammenarbeit Kieler Forscher in der Pankreastumorforschung und Immunologie", so das Gutachten der DFG.

"Ziel des Konsortiums ist es, die Mechanismen, die zur Entstehung des Pankreaskarzinoms führen, besser zu verstehen und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln", sagt Professor Dr. Dietrich Kabelitz, Direktor des Institutes für Immunologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Das Pankreaskarzinom gehört zu den Tumoren mit der schlechtesten Prognose für die betroffenen Patienten. Ursache der hohen Sterblichkeitsrate dieser Erkrankung ist, dass dieser Tumor zumeist erst in einem späten Stadium erkannt wird und gängige Krebstherapien selten wirken, weil der Krebs starke Abwehrmechanismen beispielsweise gegen Medikamente und Bestrahlungen entwickelt.

"Besonderes Augenmerk des PCC-Kiel liegt auf der Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Tumorzellen und den umgebenden Bindegewebszellen sowie den Zellen des Immunsystems. Die daraus gewonnen Erkenntnisse stellen die Grundlage für die Entwicklung neuartiger Therapiestrategien dar, die mittelfristig den Weg in die klinische Anwendung finden sollen", sagt Professor Dr. Holger Kalthoff, Leiter der Sektion für Molekulare Onkologie des Instituts für experimentelle Tumorforschung im Krebszentrum-Nord, UK S-H Campus Kiel. Er bekräftigt den gerade für Bauchspeicheldrüsenkrebs wichtigen Zusammenhang von Entzündungen und bösartiger Entwicklung, ein Forschungsgebiet, das von der neu berufenen Professorin Dr. Susanne Sebens, Institut für Experimentelle Medizin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, im Exzellencluster Entzündung an Grenzflächen am Kieler Campus intensiv bearbeitet wird.

Die Gutachterkommission der DFG bestätigte: "(…) dass das Thema des Antrags hochrelevant sei und dringend einer interdisziplinären Bearbeitung bedürfe. Kiel stelle hierfür ein sehr gutes Umfeld dar und könne hervorragende Arbeitsgruppen präsentieren, die auf dem Gebiet der Pankreastumorforschung und Immunologie sehr ausgewiesen seien."

Das PCC-Kiel, gemeinsam koordiniert durch die vorstehend genannten Professoren des UK S-H und der Universität Kiel, umfasst neben den drei entsprechenden Forschungsinstituten auch Projektgruppen der Klinik für Innere Medizin I und der Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie. Um die fachübergreifende Arbeit weiter auszubauen, setzt sich das PCC-Kiel als Ziel, nicht nur weitere lokale Arbeitsgruppen zu integrieren, sondern wird auch der Empfehlung der DFG folgen, "(…) sich mit anderen Gruppen in Deutschland (...) zusammenzufinden, um die Forschung der Pankreastumorbiologie über die Grenzen von Kiel hinweg in Deutschland noch besser zu strukturieren und zu koordinieren."

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Prof. Dr. rer. nat. Holger Kalthoff
Sektion für Molekulare Onkologie
Institut für Experimentelle Tumorforschung
Krebszentrum Nord – CCC
UK S-H, Campus Kiel
Arnold Heller Strasse 7
D 24105 Kiel
Tel.: 0431/597-1938
Fax: 0431/597-1939
E-Mail: hkalthoff@email.uni kiel.de
Verantwortlich für diese Presseinformation:
Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein
Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
Tel.: 0431 597-5544, Fax: 0431 597-4218
Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, Haus 1, 23538 Lübeck,
Tel.: 0451 500-5544, Fax: 0451 500-2161
Mobil: 0173 40 55 000, E-Mail: oliver.grieve@uk-sh.de

Dr. Anke Feiler-Kramer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kiel.de/aktuell/pm/2010/2010-131-pcc.shtml

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie