Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Panikattacken und andere Ängste überwinden

13.10.2011
Das Zentrum für Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum bietet kompakte Behandlungsprogramme zur Überwindung von Angstanfällen und Phobien an. Die Behandlungen werden im Rahmen einer Studie wissenschaftlich begleitet.

Sie wird geleitet von Prof. Dr. Jürgen Margraf und Prof. Dr. Silvia Schneider (Zentrum für Psychotherapie), zwei international renommierten Forschern im Bereich der Angststörungen. In der Studie geht es auch darum, die Bedeutung genetischer Faktoren für die Aufrechterhaltung von Ängsten genauer zu untersuchen.

Teilnehmer gesucht

Menschen, die unter Angstanfällen, Ängsten vor Angstanfällen oder Höhenangst leiden oder sonstige psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen, können sich ab dem 17. Oktober 2011 unter der Telefonnummer 0234-3228168 über das Behandlungsangebot informieren und einen Termin für ein erstes Informationsgespräch vereinbaren.

„Aus heiterem Himmel“

Plötzlich auftretende panikartige Ängste, Ängste davor allein aus dem Haus zu gehen, sich in einer Menschenmenge zu befinden oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen sowie Ängste vor Höhen sind in der Allgemeinbevölkerung – und insbesondere unter Frauen – sehr verbreitet. Viele Betroffene berichten, dass sie in diesen Situationen oder auch „aus heiterem Himmel“ starke körperliche Symptome wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Schwitzen, und Brustschmerzen erleben würden. Hinzu kommt vielfach die Befürchtung, einen Herzinfarkt zu erleiden, verrückt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. In der Folge solcher Angstanfälle fangen viele Betroffene an Situationen und Orte zu meiden, in denen es zu Angsterleben kommen könnte. Das Vermeidungsverhalten kann eng umgrenzt sein, kann sich aber in extremen Fällen auch so stark ausbreiten, dass die Betroffenen ohne Begleitung das Haus nicht mehr verlassen können. Vor dem Hintergrund, dass die Ängste in den seltensten Fällen einfach wieder von selber abnehmen, verwundert es nicht, dass solche Angsterkrankungen für Betroffene und Angehörige mit massiven Beeinträchtigungen der Lebensqualität einhergehen.

Gute Chancen auf Besserung

Angststörungen sind psychotherapeutisch sehr gut zu behandeln: Bei mehr als 80% der verhaltenstherapeutisch behandelten Betroffenen kommt es zu einer vollständigen oder sehr weitreichenden Verbesserung der Symptomatik. Gleichwohl dauert es oftmals mehrere Jahre, bis Betroffene sich in effektive psychotherapeutische Behandlung begeben, obwohl die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden und sie sich langfristig als einer medikamentöse Behandlung überlegen gezeigt haben.

Weitere Informationen

Dipl.-Psych. Dr. Tobias Teismann, Zentrum für Psychotherapie der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-24915

Tobias.Teismann@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Titandioxid-Nanopartikel können Darmentzündungen verstärken
19.07.2017 | Universität Zürich

nachricht Künftige Therapie gegen Frühgeburten?
19.07.2017 | Universitätsspital Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten