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Osteoporose: Magensäuregehalt beeinflusst Therapie

10.09.2009
Wissenschaftler empfehlen Verabreichung von Kalziumglukonat

Mitarbeiter des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Tecnologie Biomediche haben die Ursachen für das fehlende Anschlagen von Therapien zur Bekämpfung der Osteoporose entdeckt. Verantwortlich sei ein zu geringer Säuregehalt des Magens bei der Nahrungsverdauung.

Von Knochenschwund und damit dem erhöhten Risiko von Knochenfrakturen sind in Italien rund 15 Prozent der über 65-Jährigen betroffen. "Das meist in Verbindung mit Vitamin D3 zur Therapie und Prävention verabreichte Kalziumkarbonat wird nicht absorbiert, wenn der PH-Wert zu hoch ausfällt", erklärt die Projektleiterin Anna Villa.

"Schuld daran ist ein Defekt der bei der Verdauung beteiligten Protonenpumpe. Gleichzeitig haben wir auch den Nachweis erbracht, dass Kalziumglukonat bei permanentem Säuredefizit als Ersatz für das Kalziumkarbonat dienen kann", so die italienische Wissenschaftlerin weiter.

Die Untersuchung ist in einem Zeitraum von drei Jahren anhand von Tierversuchen und an 13 Patienten durchgeführt worden. Finanziert wurde sie durch die Mailänder Sparkassenstiftung Fondazione Cariplo und der italienischen Genkrankheitenstiftung Telethon. Einzelheiten sind in der Fachzeitschrift "Nature Medicine" dargestellt. In Deutschland gibt es über 7,5 Mio. Osteoporose-Patienten. Rund 95 Prozent der im Handel erhältlichen Kalziumpräparate sind auf der Basis von Kalziumkarbonat.

Harald Jung | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.itb.cnr.it

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