Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Osteoporose: Kalzium und viel Bewegung schützen die Knochen

12.09.2008
Wer körperlich aktiv ist und genug Kalzium zu sich nimmt, kann seine Knochen auch im Alter stärken / Neuer Kalziumrechner online
Regelmäßige Kalziumaufnahme schützt die Knochen

Älter zu werden bedeutet nicht, zwangsläufig an Osteoporose zu erkranken. Das Osteoporoserisiko wird aber mit zunehmendem Alter höher, und Menschen über 70 haben sehr häufig brüchige Knochen. Ein Sturz führt dann nicht nur zu blauen Flecken, sondern auch leicht zu einem Knochenbruch. Es gibt aber viele Möglichkeiten, die Knochen zu schützen und zu kräftigen - auch dann, wenn man bereits älter ist.

Eine davon ist die regelmäßige Zufuhr von Kalzium. Um den Verlust an Knochensubstanz im Alter aufzuhalten, benötigen wir mit den Jahren mehr Kalzium. Das beste Mittel dafür ist eine kalziumreiche Ernährung. "Vor allem ältere Menschen in Deutschland bekommen aber häufig zuwenig Kalzium", so der Leiter des IQWiG, Professor Dr. med. Peter Sawicki.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Frauen nach den Wechseljahren und Männern über 65 die Aufnahme von täglich mindestens 1300 mg Kalzium. Zusammen mit dem Robert Koch Institut in Berlin hat das IQWiG einen "Kalziumrechner" entwickelt. Mithilfe dieses Internet-Rechners lässt sich schnell und bequem herausfinden, wie viel Kalzium man täglich über die Ernährung aufnimmt und ob der eigene Bedarf damit gedeckt ist.

Wenn es nicht gelingt, sich möglichst kalziumreich zu ernähren, können Kalziumpräparate zur Nahrungsergänzung helfen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Kalziumtabletten selbst Menschen mit höherem Risiko schützt. Dazu Professor Sawicki: "Selbst wenn Sie schon über 70 Jahre alt sind, können Sie Ihr Knochenbruch-Risiko senken, wenn Sie genügend Kalzium aufnehmen."

Viel Bewegung stärkt die Knochen und könnte das Sturzrisiko senken

Manche Menschen glauben, dass sie ihre Knochen am besten schützen, wenn sie sich wenig bewegen und Situationen vermeiden, die das Risiko für Knochenbrüche erhöhen könnten. Tatsächlich ist mangelnde Bewegung aber einer der wichtigsten Risikofaktoren für Osteoporose. Wer den größten Teil des Tages sitzend oder liegend verbringt, erhöht die Gefahr, dass die Knochen schwach und brüchig werden. Körperliche Aktivitäten, bei denen man das eigene Gewicht tragen muss, können dagegen die Knochen stärken. Eine solche einfache Bewegungs- und Trainingsart mit geringem Verletzungsrisiko ist flottes Gehen (Walking). Auch für ältere Menschen ist das Spazierengehen eine einfache und vertraute Art der Bewegung, die nicht nur den Knochen gut tut.

Professor Sawicki: "Verletzungen sind natürlich immer möglich, wenn man sich bewegt oder trainiert. Wer sich viel bewegt, stärkt aber seine Muskeln und Knochen - und bleibt dadurch körperlich stabiler und sicherer. Das Vertrauen in den eigenen Körper wächst, und man hat möglicherweise ein geringeres Risiko, zu stolpern und zu stürzen."

Die IQWiG-Website Gesundheitsinformation.de informiert die Bevölkerung allgemeinverständlich und aktuell über medizinische Entwicklungen und Forschungsergebnisse zu wichtigen gesundheitlichen Fragen. Wer über die neuesten Veröffentlichungen der unabhängigen Gesundheits-Website auf dem Laufenden sein möchte, kann den Gesundheitsinformation.de-Newsletter abonnieren.

Dr. Anna-Sabine Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.iqwig.de
http://www.gesundheitsinformation.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie