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Neueste Forschungsergebnisse machen Hoffnung auf eine zukünftige Heilung von HIV/AIDS

27.09.2013
Neueste Forschungsergebnisse zur antiviralen Wirkung der Tre-Rekombinase in Tiermodellen machen Hoffnung auf eine zukünftige Heilung von HIV/AIDS:

Erstmals ist es Molekularbiologen von der TU Dresden und Virologen am Hamburger Heinrich-Pette-Institut gelungen, die Wirkung einer molekularen Schere (Tre-Rekombinase), welche gezielt HIV-Gene aus dem Erbgut von infizierten Wirtszellen entfernt, in humanisierten Mausmodellen zu demonstrieren.

Eine neue Veröffentlichung belegt weiteren Fortschritt in der AIDS-Forschung: Ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Professor Dr. Frank Buchholz von der TU Dresden und Professor Dr. Joachim Hauber vom Hamburger Heinrich-Pette-Institut (HPI), Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie, konnten eine hochsignifikante antivirale Wirkung der Tre-Rekombinase in humanisierten Mausmodellen nachweisen.

Frühere Experimente zeigten bereits, dass die durch molekulare Züchtung im Labor hergestellte Tre-Rekombinase als bisher einzige Therapiestrategie das HIV-Erbgut aus infizierten Wirtszellen wieder entfernen und dadurch die Infektion rückgängig machen kann. Die aktuelle Studie demonstriert nun, dass die Tre-Rekombinase HIV-1 auch aus einem infizierten lebenden Organismus wieder entfernen kann. Diese Befunde sind eine wichtige Voraussetzung für zukünftige klinische Studien, die eine Heilung von HIV-Infizierten zum Ziel haben.

Die aktuellen AIDS-Therapien können die Virusvermehrung bestenfalls unterdrücken, die Krankheit jedoch nicht heilen. Prof. Buchholz widmet sich seit 15 Jahren der molekularen Züchtung von Enzymen zur Entwicklung innovativer HIV Therapieformen, deren Ergebnisse zu einer Heilung der Infektion führen könnten. Weltweit gibt es derzeit etwa 34 Millionen HIV-infizierte Menschen. „Unsere neuesten Ergebnisse sind besonders erfreulich, da das technisch komplexe Einbringen der Tre-Rekombinase in Zellen und deren hohe antivirale Aktivität ohne jegliche unerwünschten Nebenwirkungen erstmals im Tiermodell gezeigt werden konnte. Diese Ergebnisse lassen hoffen, dass die Tre-Rekombinase in absehbarer Zukunft Bestandteil einer Therapie zur Heilung von Infektionen mit dem AIDS-Virus HIV sein kann“, erklärt Prof. Frank Buchholz.

Veröffentlichte Arbeit: Hauber I, Hofmann-Sieber H, Chemnitz J, Dubrau D, Chusainow J, Stucka R, Hartjen P, Schambach A, Ziegler P, Hackmann K, Schröck E, Schumacher U, Lindner C, Grundhoff A, Baum C, Manz MG, Buchholz F, Hauber J (2013). Highly Significant Antiviral Avtivity of HIV-1 LTR-Specific Tre-Recombinase in Humanized Mice. PLOS Pathogens (www.plospathogens.org).

Informationen für Journalisten:
Prof. Dr. Frank Buchholz, Tel. +49 (0)351 463-40277
E-Mail: frank.buchholz@tu-dresden.de
Bildmaterial kann bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden.

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

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