Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues mikrochirurgisches Verfahren verbessert Chancen zur künstlichen Befruchtung

14.05.2009
20.000ster Patient im Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie

Jubiläum am Universitätsklinikum Münster (UKM): Anfang Mai wurde der insgesamt 20.000ste Patient im Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA) behandelt.

„Es war ein junges Paar, das zu uns in die Kinderwunsch-Sprechstunde kam und eine künstliche Befruchtung vornehmen möchte“, berichtet Prof. Dr. Sabine Kliesch, Chefärztin der Klinischen Andrologie („Männergesundheit)“ des Centrums. Gegründet wurde die Einrichtung am UKM im Jahr 1980 unter der Leitung von Prof. Dr. Eberhard Nieschlag.

Im vergangenen Jahr wurde die Einrichtung neu aufgestellt: Aus dem Institut für Reproduktionsmedizin wurde das Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Direktor des Centrums ist der Biologe Prof. Dr. Stefan Schlatt. Das Centrum vereint Grundlagenforschung und Patientenversorgung unter einem Dach. Diese Konstellation ist nahezu einmalig und von großem Vorteil für die Patienten.

Prof. Kliesch: „Durch die enge Zusammenarbeit von Seiten der Kliniker mit den Grundlagenwissenschaftlern können wir auch gezielt ungelöste klinische Probleme in neue Therapie-Ansätze einfließen lassen.“ So konnte alleine im vergangenen Jahr ein Anstieg von fast 30 Prozent bei den Patientenzahlen verzeichnet werden. Insgesamt wurden 2.300 Patienten im Jahr 2008 behandelt.

„Die Andrologie rückt immer stärker in den gesellschaftlichen Vordergrund. Lange Zeit waren etwa Probleme der Kinderlosigkeit in ihrer öffentlichen Wahrnehmung auf die Frau beschränkt. Das hat sich in den letzten 15 Jahren, nicht zuletzt auch durch die erheblich verbesserten therapeutischen Verfahren, enorm verändert“, so Prof. Kliesch.

Zu den neuen Verfahren, die am UKM in der Behandlung schwer fertilitätsgestörter Männer eingesetzt werden, zählt auch ein mikrochirurgischer Eingriff zur Spermiengewinnung. Prof. Kliesch: „Ein Grund für Zeugungsfähigkeit des Mannes kann sein, dass im Ejakulat keine Spermien vorhanden sind. Durch das mikrochirurgische Verfahren wird nun die Chance erhöht, direkt aus den Samenkanälchen des Hodens Spermien gewinnen zu können und somit eine künstliche Befruchtung zu ermöglichen.“

Momentan laufen umfangreiche Bauarbeiten im Centrumsgebäude an der Domagkstraße 11. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Herbst wird es einen „Tag der offenen Tür“ geben.

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenster.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Innovative Antikörper für die Tumortherapie
20.02.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Nervenschmerzen zukünftig wirksamer behandeln
20.02.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten