Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues EU-Projekt „nEUROinflammation“: Untersuchung von Entzündungsprozessen im Gehirn für bessere Therapien bei Schlaganfall und

15.08.2013
Mit 3,4 Millionen Euro fördert die Europäische Union ein neues Forschungsprojekt, das von der Universität zu Lübeck koordiniert wird. Zusammen mit zwölf weiteren Partnern aus Forschung und Industrie in neun europäischen Ländern sollen am Beispiel des Schlaganfalls und der Multiplen Sklerose Entzündungsprozesse im Gehirn näher untersucht werden.

Insbesondere interessiert die Forscher, wie die Entzündungsreaktion reguliert wird und welche Bedeutung bestimmte Zellarten wie Monozyten und Mikroglia für die Ausprägung der Erkrankungen haben. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Behandlung der Multiplen Sklerose und des Schlaganfalls nachhaltig zu verbessern.

Mit dem internationalen Projekt mit einer Laufzeit von insgesamt vier Jahren wird die Ausbildung junger Doktoranden unterstützt und die europäische Zusammenarbeit gefördert. Insgesamt 13 Doktoranden werden in den Forschungseinrichtungen der Partner arbeiten und an verschiedenen Workshops und Fortbildungen teilnehmen. Bis zu zehn Monate werden sie jeweils in anderen Partnerorganisationen des Konsortiums verbringen.

Die Partner im Marie Curie Initial Training Network „NEUROinflammation“ sind die Universität zu Lübeck, die Agenca Estatal Consejo Superior de Investigaciones Cientificas CSIC (Spanien), die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, das Universitätsklinikum Freiburg, die Universität Bern (Schweiz), die Universita Degli Studi di Brescia (Italien), die Universität of Eastern Finland (Finnland), die Universite de Caen Basse-Normandie (Frankreich), das Instytut Biologii Doswiadczalnej Im. M. Nenckiego Polskiej Akademii Nauk – Nencki (Polen), Stichting VU-VUMC (Niederlande) sowie die Firmen Medeia Therapeutics OY (Finnland), Chiesi Farmaceutici SPA (Italien) und Euroimmun Medizinische Labordiagnostika AG (Deutschland).

Unterstützt wird der Forschungsverbund durch die Universität Bologna (Italien) und Universitätsklinika Hamburg-Eppendorf und Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Führende europäische Experten aus den genannten Partnerorganisationen, die sich mit der Entzündungsreaktion im Gehirn beschäftigen, unterstützen das Projekt als Supervisor.

Die Leitung des Projekts hat Prof. Dr. Markus Schwaninger, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Universität zu Lübeck. Mit Susanne Zimmermeier, die die Koordination des Konsortiums übernimmt, und Dr. Walter Häuser, der die Unterrichtsveranstaltungen für die Doktoranden leitet und organisiert, sind zwei weitere Mitarbeiter des Instituts in die Betreuung des Projektes eingebunden.

Insgesamt wird es 13 Teilprojekte bei den Partnerinstitutionen geben, die jeweils von einem Doktoranden bearbeitet werden. Zwei der Teilprojekte sind in Lübeck angesiedelt, und zwar „NF-?B signalling in brain endothelial cells“ im Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität und „Role of autoantibodies against brain epitopes in stroke symptoms and recovery“ in der Firma Euroimmun zusammen mit der Universitätsklinik für Neurologie Lübeck.

Der Start des Projektes ist am 1. Oktober 2013. Dann wird die Homepage www.neuroinflammation.eu freigeschaltet, über die sich Doktorandinnen und Doktoranden für die Teilprojekte bewerben können.

Über das Programm der Marie Curie Initial Training Networks (ITN) können Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen bei der Europäischen Kommission eine Förderung für den Aufbau eines europäischen Netzwerkes für die strukturierte Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern beantragen.

Rüdiger Labahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-luebeck.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie