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Neuer Impfstoff schützt Mäuse vor Gehirntumoren

26.06.2014

Heidelberger Forscher warten auf Erlaubnis für klinische Studie 2015

Forscher des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg http://nct-heidelberg.de haben einen neuen Impfstoff entwickelt, der Mäuse gegen Gehirntumore schützt. Der Impfstoff fördert das Immunsystem so, dass es abnormale Zellen angreift.


Gehirntumor: Neuer Behandlungsansatz gibt Hoffnung (Foto: SPL)

Der Ansatz wurde noch nicht an Menschen getestet. Laut dem Team um Michael Platten könnten klinische Studien ab 2015 in Deutschland durchgeführt werden.

Suche nach neuen Therapien

Gehirntumore sind nur sehr schwer behandelbar. Daher wird nach neuen Therapien gesucht, die bessere Heilungschancen für die Patienten bieten. Einem Nature-Bericht nach zielt der neue Impfstoff auf die Tumorzellen im Gehirn ab.

Er beruht auf der natürlichen Fähigkeit mancher Patienten zur Immunreaktion auf die Krebserkrankung. Das Wachstum des Tumors lässt sich damit jedoch nicht stoppen.

Das Experiment mit Mäusen hat gezeigt, dass der Impfstoff in der Lage sein könnte, diese natürliche Abwehr zu verstärken. "Wir können eine Immunreaktion hervorrufen, die ähnlich jener ist, die wir bei einigen Patienten beobachtet haben, die über eine natürliche Immunität verfügen", unterstreichen die Heidelberger Wissenschaftler.

Hoffen auf die Immuntherapie

Diese Immunreaktion ist den Experten jedoch nicht stark genug, um den Tumor aufzuhalten.

Derzeit wartet das Team auf die Genehmigung einer klinischen Studie. Weltweit laufen bereits Projekte zu vergleichbaren Impfstoffen. Eine Analyse eines vergleichbaren Impfstoffes gegen Gehirntumore wurde 2013 in Großbritannien gestartet.

Die sogenannte Immuntherapie wird bereits auch in den USA näher erforscht.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion

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