Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Hoffnung im Kampf gegen Krebs dank Immuntherapie

16.10.2008
Bayerisches Immuntherapie-Netzwerk (BayImmuNet) startet Forschungsprojekte zur Entwicklung neuer Therapieansätze.

"Immuntherapie rettet heute bereits vielen Menschen das Leben. Mit den jetzt gestarteten Forschungsansätzen wollen wir aber in der Transplantationsmedizin, bei Krebs- und Autoimmunerkrankungen neue Wege gehen", so Professor Dr. Frauke Zipp, Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates von BayImmuNet anlässlich der Projekt-Auftaktveranstaltung in Regensburg.

BayImmuNet - das Bayerische Immuntherapie-Netzwerk - ist ein 14 Millionen Euro starkes bayernweites Förderprogramm, das im September dieses Jahres mit der Projektarbeit gestartet ist und auf bisher einzigartige Weise die Wissenschaftler untereinander vernetzt. Zugleich wird die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft schon in frühen Forschungsphasen intensiviert.

"Bayern weist eine hohe wissenschaftliche Kompetenz in der Immuntherapie auf. Durch die Verknüpfung dieses Wissens werden wir Forschungsergebnisse schneller in die klinische Anwendung bringen", erläutert Professor Dr. Drs. h.c. Ernst Rietschel, Ko-Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates von BayImmuNet. Fünf Forschergruppen der Universitätsklinika in Erlangen, München (LMU und TU),Regensburg und Würzburg und entwickeln hierbei Ansätze, wie bei bestimmten Krebsarten und Autoimmunerkrankungen durch eine gezielte Einflussnahme auf das Immunsystem des Patienten die Überlebens- und Heilungschancen erhöht werden können. Die Untersuchungsgebiete der Wissenschaftler reichen von Brustkrebserkrankungen über Leukämie bis hin zu Infektionen nach Transplantationen.

"Im Reagenzglas klappt vieles schon sehr gut, da hat es in den letzten Jahren entscheidende Fortschritte gegeben. Jetzt geht es darum, diese Erkenntnisse zur Entwicklung anwendbarer Medikamente zu nutzen und in erste Behandlungsversuche am Patienten umzusetzen", führt Professor Dr. Reinhard Andreesen, Wissenschaftlicher Leiter von BayImmuNet, aus.

Die frühe klinische Anwendung innovativer Forschungsansätze ("Translationale Forschung") bildet den Schwerpunkt der Netzwerkarbeit. Prof. Andreesen betont, dass Bayern mit diesem Forschungsprogramm ein in Deutschland einzigartiges Modellkonzept entwickelt hat, das die führende Stellung der bayerischen Wissenschaftsstandorte auf diesem Gebiet weiter stärken wird.

Die jetzt bewilligten Forschergruppen werden von Nachwuchswissenschaftlern geleitet und im Rahmen des Zukunftsprogrammes "BayernFIT" für zunächst zwei Jahre mit rund 2 Millionen Euro unterstützt.

Ein Laborzentrum zur Herstellung sogenannter Zellmedikamente (Jose-Carreras-Zentrum für Somatische Zelltherapie) befindet sich derzeit in Regensburg im Bau und wird nach Inbetriebnahme 2009 den Forschern zur Verfügung stehen. Die Universität Regensburg ist Sprecherhochschule und Sitz der Geschäftsstelle, welche die Arbeit im Netzwerk koordiniert.

Kontakt:
Dr. Isolde Schäfer, BayImmuNet-Geschäftsführung
Tel: 0941/944-5340
Fax: 0941/944-5342
E-Mail: info@bayimmunet.de

Cordula Heinrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinikum-regensburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie