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Neue Diagnose für fast gleiche Lungenkrankheiten

11.09.2014

Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto di Chimica Biomolecolare http://www.icb.cnr.it hat ein innovatives Verfahren zur Diagnose von zwei einander sehr ähnlichen Lungenpathologien entwickelt.

Es handelt sich dabei um die Zystische Fibrose (Ziliendyskinesie) und die Mukoviszidose, die zu den am weitverbreitetsten chronischen Erkrankungen des Lungenapparates gehören. Die neue nichtinvasive Methode öffnet den Weg für eine gezielte medikamentöse Behandlung.


Lungen-Röntgen: Forscher finden neuen Diagnoseweg

(Foto: pixelio.de, D. Schütz)

Statistische Analyse

Beide sind genetisch bedingte Erkrankungen der Atemwege, die eine Degeneration anderer Organe und klinisch-pathologisch überlagerte Symptome zur Folge haben. "Unsere Studie zeigt die Möglichkeit, mithilfe eines Atemkondensates einen Lungenstoffwechselpfad zu erzeugen und damit eine nichtinvasive Diagnosemethode an die Hand zu bekommen", erklärt Projektleiter Andrea Motta.

Durch die Kombination von Kernspinresonanzspektroskopie und Techniken der statistischen Analyse können zuverlässige mathematische Modelle konstruiert werden, die eine Erkennung der spezifischen Stoffwechselstörungen der jeweiligen Pathologie ermöglichen.

"Beide Lungenkrankheiten haben in der Regel einen progressiven und stark gesundheitsschädlichen Verlauf", sagt der italienische Wissenschaftler.

Bei der Zystischen Fibrose, die in der kaukasischen Bevölkerung die am weit verbreitetste tödliche Erbkrankheit darstellt, führt die gestörte Chlor-Exkretion zu Speichelsekretion, die starke Lungenentzündungen zur Folge hat und auch andere innere Organe in Mitleidenschaft zieht.

Bei der Ziliendyskinesie hingegen typisch sind die Funktionsstörungen der Flimmerhärchen der Atemschleimhaut, die den Schleimtransport behindern und die zweitwichtigste erbliche Lungenkrankheit hinter der Zystischen Fibrose hervorrufen.

Landesweites Projekt

Die Studie ist in Zusammenarbeit mit der Università Federico II http://www.unina.it und der Università Cattolica di Roma http://unicatt.it durchgeführt worden. Finanziert wurde sie von der Stiftungsgesellschaft Fondazione per la Ricerca sull Fibrosi http://www.fibrosicisticaricerca.it . Einzelheiten sind in den beiden Fachzeitschriften "American Journal of Respiratory" und "Critical Care Medicine" nachzulesen.

Harald Jung | pressetext.redaktion

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