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Neue Behandlungsmethoden in der Ohrchirurgie

20.12.2013
Universitätsklinikum Freiburg setzt als eine der ersten Kliniken endoskopische Operationen am Ohr ein

In der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg werden als einem der ersten Häuser in Deutschland Patienten mit neuesten endoskopischen Behandlungsmethoden in der Ohrchirurgie behandelt.

Traditionell werden Ohrenoperationen unter dem Mikroskop durchgeführt, dazu ist häufig ein Hautschnitt hinter dem Ohr notwendig. Mit Hilfe modernster Videoendoskope, wie sie heute in der Nasennebenhöhlenchirurgie bereits Standard sind, können geeignete Operationen am Ohr nun durch den Gehörgang durchgeführt werden, ohne dass größere Narben resultieren.

Dazu wird ein Endoskop in den Gehörgang eingeführt und mit Hilfe feinster Instrumente zum Beispiel ein Defekt im Trommelfell geschlossen oder ein defektes Gehörknöchelchen ersetzt. „Diese Technik ist ein minimal-invasives Verfahren, also eine Art Schlüsselloch-Chirurgie und damit für den Patienten schonender und weniger schmerzhaft. Auch die Übersicht durch die Winkeloptiken ist hervorragend“, sagt Prof. Dr. Antje Aschendorff, Oberärztin in der Freiburger HNO-Klinik. Diese Operationsmethode ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet.

Auch für die bisher nicht behandelbare Tubenfehlfunktion wird in der Freiburger HNO-Klinik eine neue Behandlungsmethode erfolgreich angewandt. Nicht selten ist eine Minderfunktion der Eustachischen Röhre (Tube) Ursache für chronische Ohrenentzündungen. Mit Hilfe der neu entwickelten Tubendilatation, bei der in Vollnarkose ein feiner Ballon über die Nase in die Eustachische Röhre eingeführt wird, können nun Engstellen aufgeweitet werden.

„Die Ergebnisse sind vielversprechend, es treten praktisch keine Nebenwirkungen auf“, so Dr. Tanja Hildenbrand, Oberärztin in der Freiburger HNO-Klinik. Insbesondere für Patienten, die seit langem unter einer chronischen Tubenfehlfunktion leiden, steht nun erstmals eine Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung.

„Diese neuen Behandlungsoptionen stellen eine wichtige Weiterentwicklung im Bereich der Ohrenheilkunde dar. Endoskopische Ohrchirurgie und Tubendilatation ergänzen die klassischen Methoden, so dass unsere Patienten jederzeit nach dem neuesten Stand der Technik behandelt werden können“, sagt Prof. Dr. Roland Laszig, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde.

Kontakt:
Prof. Dr. Antje Aschendorff
Geschäftsführende Oberärztin
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Telefon: 0761 270-42010
antje.aschendorff@uniklinik-freiburg.de

Benjamin Waschow | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-freiburg.de/presse/live/Pressemitteilungen/Archiv2013/4Quartal2013/EndoskopischeOhrOPs.pdf

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