Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Myomembolisation: Viel Erfahrung in Myomtherapie

23.09.2008
Über 100 durchgeführte Myomembolisationen am Bethesda-Krankenhaus Duisburg

Radiologe Dr. Gernot Rott wandte dieses Verfahren als einer der Ersten in Deutschland an

Ein besonderes Jubiläum am Bethesda-Krankenhaus in Duisburg: Seit 2002 arbeitet Dr. Gernot Rott, Facharzt für Diagnostische Radiologie und Oberarzt der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie am Bethesda-Johanniter-Klinikum GmbH, Standort Bethesda, mit der schonenden minimalinvasiven Myomembolisation. Zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Werner Neuhaus,Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Hauses, etablierte er diese Methode und führte jetzt im August 2008 die 101 Myomembolisation durch.

Diese Methode, die im Gegensatz zu einer Operation ohne längere Krankenhausaufenthalte auskommt, zählt zu den nicht-operativen und gebärmuttererhaltenden Behandlungsmethoden - ohne belastende Narkoseverfahren. "Ich führe seit über sechs Jahren jede Myomembolisation persönlich durch und kann durch die gute Zusammenarbeit mit der gynäkologischen Abteilung den meisten Patientinnen eine auf ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtete Therapiemöglichkeit anbieten. Dank unserer großen Erfahrung kommen Frauen aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie dem gesamten Bundesgebiet zu uns", erklärt Dr. Gernot Rott.

Jede dritte Frau leidet hierzulande unter Myomen, gutartigen Muskelknoten der
Gebärmutter. Die Ursachen für ihre Entstehung sind noch nicht bekannt, Wissenschaftler gehen davon aus, dass Hormone und hier insbesondere Östrogene

eine große Rolle spielen. Im Normalfall bereiten Myome keinerlei Probleme, doch bei circa einem Drittel aller Betroffenen treten Schmerzen und starke Regelblutungen auf, die den Frauen den Alltag erschweren. Darüber hinaus können Myome zu Unfruchtbarkeit führen sowie Probleme während einer Schwangerschaft verursachen. Deshalb bietet sich bei Betroffenen mit myombedingten Beschwerden eine Entfernung der Muskelknoten an. Hier gibt es mittlerweile eine Vielzahl von effektiven Behandlungsverfahren.

Operative Methoden wie die Gebärmutterentfernung oder chirurgische Entfernung der Myome sind seit Langem etabliert. Daneben stehen auch schonende und organerhaltende Behandlungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Myomembolisation zur Verfügung. Die interventionell-radiologische Behandlung von Myomen über die Leistenschlagader mittels Embolisation wurde im Jahr 2000 erstmalig in Deutschland angewandt und findet jetzt auch bundesweit Anwendung.

Bei der Myomembolisation hungern Experten die Knoten aus - ohne Operation. In
einem circa einstündigen Eingriff führt ein Radiologe in lokaler Betäubung über eine Gefäßpunktion in der Leistengegend einen dünnen Katheter durch die
Hauptschlagader bis an die Gebärmutterarterie heran, die das Myom versorgt. Über
diesen Schlauch spritzt der Operateur dann sandkorngroße Kunststoffkügelchen direkt in die feinen Verästelungen der Arterie. Dort setzen sich die Partikel fest, verschließen die kleinen Gefäße dauerhaft und schneiden die Myome von der Blut- und Sauerstoffzufuhr ab. In den darauffolgenden Monaten schrumpfen die Knoten, Beschwerden wie starke Regelblutungen oder Schmerzen lassen nach.

Angeregt durch die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (DeGIR), organisieren Radiologen in Kooperation mit ihren gynäkologischen Kollegen auch jedes Jahr verschiedene Aktionen und Veranstaltungen für Patientinnen und Ärzte.

Florian Schneider | idw
Weitere Informationen:
http://www.drg.de/
http://www.myomembolisation.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie