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MRSA-Risiko durch Hunde- und Katzenbisse steigt

22.06.2009
Bakterien treten bei Haustieren immer häufiger auf

Ärzte, die Hunde und Katzen behandeln, sollten sich des Risikos einer MRSA-Infektion (MRSA - Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) bewusst sein.

Wissenschaftler der University of South Florida haben die bestehenden Hinweise auf Infektionsrisiken durch derartige Bisse untersucht. Da bei Ansammlungen von Menschen übertragene Erkrankungen häufiger werden, besteht auch ein erhöhtes Risiko einer Übertragung zwischen Tieren und Menschen. Laut Mark Enright vom Imperial College London wären es in diesem Fall eher die Besitzer und nicht die Tiere, die die Krankheit in sich tragen.

Rund ein Prozent der Besuche bei Notfällen entfallen laut BBC in Amerika und Europa jährlich auf Hunde- und Katzenbisse. Rund 60 Prozent der Bisse stammen von Hunden. Zehn bis 20 Prozent von Katzen. Details der Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift Lancet Infectious Diseases veröffentlicht.

Jungen zwischen fünf und neun Jahren sind dem größten Risiko ausgesetzt. Aufgrund ihrer Größe werden Kinder meist in Gesicht, Nacken oder am Kopf gebissen. Von Katzen werden eher Frauen und ältere Menschen gebissen. Diese Bisse verursachen normalerweise punktuell tiefere Wunden als Hundebisse, haben ein höheres Risiko von Infektionen und Abszessen. Bei rund 20 Prozent der Bisse kommt es zu schweren Infektionen, die durch die Bakterien im Maul der Tiere und andere Infektionserreger von der Haut des Menschen verursacht werden. Zu den möglichen Komplikationen gehört eine Sepsis.

MRSA gehört nicht zu den bei Haustieren verbreiteten Bakterienstämmen. Diese Bakterien treten aber immer häufiger auf. Das Team um Richard Oehler schreibt, dass sich die Hinweise auf Infektionen bei Haustieren mehren. Oft sei von einer direkten Übertragung durch ihre Besitzer auszugehen. MSRA sei bei Tieren wie Pferden, Hunden und Katzen beobachtet worden.

Mit MRSA in Zusammenhang stehende Hautinfektionen der Tiere scheinen laut Oehler in verschiedenen Formen aufzutreten und leicht auf die Besitzer übertragbar zu sein. Jede Infektion, die von einem Tier ausgeht, wird gleich behandelt wie andere MRSA-Infektionen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.usf.edu

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