Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Moderne Myokardszintigraphie: Scanner für schlagende Herzen

28.06.2012
Das Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, hat eine neue Leitlinie für Untersuchungen der Herzmuskeldurchblutung erarbeitet.

Das Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung des Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, unter der Leitung von Prof. Dr. med. Wolfgang Burchert, hat gemeinsam mit zehn weiteren anerkannten Nuklearmedizinern aus Deutschland eine neue Leitlinie zur Untersuchung der Herzmuskeldurchblutung (Myokard-Perfusions-Szintigraphie) verfasst. Als koordinierender Autor und Oberarzt des Instituts hat Privatdozent Dr. med. Oliver Lindner die praxisorientierten Handlungsempfehlung für Ärzte seit 2009 federführend betreut.

„Die neue Leitlinie auf diesem Gebiet der Medizin war längst überfällig“, betont Professor Burchert. „Die Nuklearmedizin hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Wir können heute Behandlungsmöglichkeiten anbieten, von denen wir vor zehn Jahren nur geträumt haben.“ Die Myokard-Perfusions-Szintigraphie ist ein nicht-invasives Untersuchungsverfahren, das die Durchblutung des Herzmuskels (Myokard) bildlich darstellt. Besondere Bedeutung erhält diese Behandlungsmethode bei der Diagnose von koronaren Herzkrankheiten. Bei dieser sanften High-Tech Medizin wird nur ein kleiner Zugang in eine Armvene gelegt und eine schwach radioaktiv markierte Untersuchungssubstanz injiziert. Eine spezielle Kamera zeigt die Durchblutungsverhältnisse im Herzen. Auf dem Monitor kann der Mediziner dabei dem Herzen beim Schlagen zusehen.

Die seit 1999 erstmals aktualisierte Leitlinie enthält geprüfte und in der Praxis getestete Anwendungs- und Einsatzempfehlungen für die Untersuchung und ist dadurch eine wichtige Orientierungshilfe für behandelnde Ärzte. Die wichtigsten Behandlungskriterien sind von den führenden Nuklearmedizinern Deutschlands übersichtlich und kompakt zusammengefasst. Herausgegeben wurde die Leitlinie Anfang April von der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Sie ist als S1-Leitlinie akkreditiert und konsentiert bei der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF) und kann dort auch heruntergeladen werden. (http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/031-006.html) Sie ist bis 2016 gültig.

Weitere Informationen:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kerstin Konze
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
Fax 05731 / 97 2028
E-Mail: kkonze@hdz-nrw.de

Anna Reiss | idw
Weitere Informationen:
http://www.hdz-nrw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise