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Mini-Scan prüft Gehirnentwicklung bei Kindern

10.09.2010
Entwicklungsstand wird wie Größe und Gewicht vergleichbar

Die geistige Entwicklung von Kindern könnte bald genauso aufgezeichnet werden wie Größe und Gewicht. Wissenschaftler der Washington University School of Medicine haben ein Verfahren zur Darstellung der Gehirnentwicklung gefunden. Das Team um Nico Dosenbach kombiniert dabei MRI-Scans mit einem mathematischen Programm.

Das Verfahren kann dazu eingesetzt werden, Kinder auf einer "Reifungskurve" zu positionieren. Die Wissenschaftler gehen laut Science http://www.sciencemag.org davon aus, dass damit eines Tages frühe Anzeichen von Krankheiten wie Schizophrenie oder Autismus festgestellt werden können.

Neuronenbewegung

Im vergangenen Jahr veröffentlichten die Wissenschaftler bereits eine Studie über die Entwicklung der Gehirnfunktion im Verlauf des Lebens. Mittels MRI wurden der Blutfluss und die Bewegung der Neuronen im Gehirn dargestellt. Diese Studie legte nahe, dass bei kleinen Kindern Verbindungen vor allem in bestimmten Regionen des Gehirns vorhanden sind.

Wird der Mensch älter, verschwinden diese Verbindungen auf kurze Distanz und werden durch weitreichendere ersetzt. Diese Signale sind weniger, aber präziser, vermuten die Wissenschaftler.

Momentaufnahme

Das gleiche Team hat jetzt die neurologische Entwicklung von 238 Menschen zwischen sieben und 30 Jahren bildlich dargestellt. Die mittels der MRI-Scans gewonnenen Daten wurden in einem komplexen algorithmischen Computerprogramm ausgewertet und zeigen dann eine Momentaufnahme der Entwicklung des jeweiligen Gehirns.

Laut Dosenbach werden bei einem fünf Minuten dauernden Scan rund 13.000 verschiedene Daten erhoben. Die gewonnene Momentaufnahme kann dann auf einer Entwicklungskurve eingetragen und zum Beispiel mit dem Alter des Menschen in Zusammenhang gebracht werden. Für den Einsatz des neuen Verfahrens zur Erkennung von Krankheiten müssen laut BBC erst Vergleichsdaten erhoben und ein neues mathematisches Programm entwickelt werden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://medschool.wustl.edu

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