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Meilenstein in der Versorgung von Kopfschmerz- und Migränepatienten

12.06.2013
Bundesweit einzigartiges Modellprojekt der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback e.V. (DGBfb) und der BKK advita als erste gesetzliche Krankenversicherung öffnet Biofeedback-Therapie auch für gesetzlich Versicherte.

Bislang mussten Patienten die Behandlungskosten selbst trage. Wissenschaftlich begleitet wird das Modellprojekt von Prof. Dr. Winfried Rief (Universität Marburg. Zunächst ist das Projekt auf zwei Jahre begrenzt.

3,7 Millionen Tage Krankschreibungstage durch Kopfschmerz pro Jahr, 16 Prozent aller Frauen und sechs Prozent aller Männer leiden unter Migräne. Als Therapie hat sich Biofeedback wissenschaftlich bewährt, ein Verfahren, bei dem körperliche Prozesse gemessen und durch die Rückmeldung an den Patienten bewusst wahrnehmbar gemacht werden können.

Der Patient kann somit psychophysiologische Zusammenhänge besser verstehen und lernen, körperliche Vorgänge zu beeinflussen, die in Zusammenhang mit den Kopfschmerzen stehen. Auch die Deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft hat Biofeedback wegen der überzeugenden wissenschaftlichen Lage als wirkungsvoll anerkannt und in ihre Behandlungsleitlinien aufgenommen. Bislang wurde die Biofeedback-Therapie nur in Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet, in der Regel mussten die Patienten die Kosten für die Behandlung selbst tragen.

Durch das nun vereinbarte Modellprojekt zwischen der DGBfb und der BKK advita öffnet sich die Biofeedback-Therapie auch für gesetzlich Versicherte. „Zum ersten Mal wird Biofeedback bundesweit für die Mitglieder der BKK advita, die unter Migräne oder Kopfschmerz vom Spannungstyp leiden, verfügbar. Zum ebenfalls ersten Mal wird anerkannt, daß die Durchführung dieser Leistung eine hochwertige Leistung von Ärzten und Psychologischen Psychotherapeuten mit ausgewiesener Zusatzqualifikation („Biofeedbacktherapeut DGBFB“) und teurer Biofeedback-Ausstattung ist“ erläutert Dipl. Psych. Lothar Niepoth, Präsident der DGBfb, den Vertragsabschluss.

"Unseren Versicherten bieten wir diese besondere Behandlungsmethode aktiv an, die ein wichtiges und einzigartiges Leistungsangebot darstellt. Wir sind von dieser alternativen Methode der Krankenbehandlung überzeugt und sehen es als ein Gewinn für unsere Kunden an. Bereits die jüngsten Versicherten - und zwar schon ab dem 9. Lebensjahr - können von diesem Angebot profitieren" betont Kornelia Diehm-Ottawa, Leiterin Kunden und Versorgung bei der BKK advita.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Dr. Yvonne Nestoriuc unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Winfried Rief (Universität Marburg). „Mit diesem Modellprojekt können wir erstmals überprüfen, wie viele Menschen von diesem wissenschaftlich fundierten Verfahren profitieren können, wenn das Therapieverfahren in der Versorgungslandschaft angeboten wird“, so Rief.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Henner Lüttecke
Presse@dgbfb.de

Henner Lüttecke | idw
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