Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Meine Mama ist immer so traurig - "ECHT STARK!" hilft Kindern von sucht- oder psychisch kranken Eltern

18.02.2010
Was heißt es für ein Kind, wenn die Mutter Depressionen hat oder der Vater suchtkrank ist?

Häufig verstehen Kinder nicht, was mit ihren Eltern los ist, geben sich selbst die Schuld oder schämen sich anderen gegenüber. Die Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie bietet Kindern und Jugendlichen in dem von der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg geförderten Projekt "ECHT STARK!" jetzt gezielte Hilfe an.

Bin ich Schuld, dass Papa Drogen nimmt? Ist Mama immer so traurig, weil ich ein böses Kind bin? Diese Frage hört die Projektorganisatorin, Oberärztin Dr. Ulrike Schulze, oft von betroffenen Kindern. "Kinder entwickeln oft eigene Muster, um die psychische oder Suchterkrankung ihrer Eltern zu erklären. Häufig versuchen sie auch, elterliche Aufgaben zu übernehmen, kümmern sich um die Familie, obwohl sie damit eigentlich überfordert sind", beschreibt sie häufige Verhaltensmuster. "Wir wollen den Kindern helfen, die Situation zu verstehen und ihre Rolle richtig einzuschätzen. Wir zeigen ihnen, dass sie nicht allein sind und dass es Hilfe für sie und ihre Eltern gibt."

In Gruppen von sechs bis acht Kindern oder Jugendlichen werden diese Themen altersgerecht in zehn aufeinander abgestimmten Modulen zu Nachmittagsterminen angeboten. Hinzu kommen einmal monatlich ausführliche Gespräche mit den Eltern, denn für sie ist es oft schwierig, ihren Kindern zu erklären, was ihre Krankheit bedeutet. "Wenn Eltern diese Hilfe annehmen, zeigen sie damit große Stärke, denn sie geben sich und ihren Kindern die Chance, gemeinsam durch die Zeit der Krankheit zu gehen. Wir wollen den Eltern helfen, ihre Hemmschwelle zu überwinden und die ganze Familie stärken", so Dr. Schulze. Die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg fördert das Projekt "ECHT STARK!" drei Jahre lang mit insgesamt 85.000 Euro.

Im Raum Ulm/Alb-Donau leben einer groben Schätzung nach etwa 1.000 Kinder mit sucht- oder psychisch kranken Eltern, genaue Zahlen gibt es nicht. Viele der betroffenen Eltern werden bereits durch niedergelassene Ärzte oder andere Einrichtungen, z. B. Jugendämtern, betreut, diese stellen auch den Kontakt zum kostenfreien Angebot "ECHT STARK!" her. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 17 Jahren. Für eventuelle Rückfragen stehen Dr. Ulrike Schulze und Diplom Psychologin Katrin Kliegl zur Verfügung, Tel: 0731 - 500 61659.

Petra Schultze

Universitätsklinikum Ulm
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Einstein-Allee 29
D - 89081 Ulm
Tel.: +49 - (0)731 - 500 43025
Fax: +49 - (0)731 - 500 43026
Mail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de

Petra Schultze | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-ulm.de/kjpp -
http://www.stiftung-kinderland.de/
http://www.uniklinik-ulm.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften

Wellen schlagen

29.06.2017 | Informationstechnologie