Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leuchtturm unserer Wissenschaftslandschaft

16.11.2011
Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat heute das Diabetes Research Department am Helmholtz Zentrum München eröffnet. Das Department bündelt die Expertise des Helmholtz Zentrums München in der Diabetesforschung. Damit übernimmt das Helmholtz Zentrum München auch eine führende Rolle in der deutschen Diabetesforschung.

Weltweit leiden 366 Mio. Menschen an Diabetes mellitus, in Deutschland rund zehn Prozent der Bevölkerung. Damit stellt Diabetes Gesellschaft und Wissenschaft vor große Herausforderungen: Denn obwohl bekannt ist, dass Lebensstilfaktoren in Kombination mit bestimmten Genen zu Diabetes führen, sind die genauen Entstehungsmechanismen bisher noch unbekannt.

Das Helmholtz Zentrum München begegnet diesem unbefriedigenden Szenario, indem es diese multifaktorielle Erkrankung aus Sicht verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen beleuchtet: Im Diabetes Research Department findet ein ständiger wissenschaftlicher Austausch statt, der es ein umfassendes Verständnis dieser Komplexen Erkrankung ermöglicht. Die Expertise der beteiligten Wissenschaftler, die größtenteils gemeinsam mit der Technischen Universität München berufen wurden, umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung bis zur Klinik. Ziel ist es, personalisierte Diagnose-, Therapie- und Präventionsmöglichkeiten für die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus zu entwickeln.

Der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Horst Seehofer, lobte das Helmholtz Zentrum München „als Wegbereiter der Innovation und als einen Leuchtturm unserer Wissenschaftslandschaft, der weit über Bayern hinaus strahlt. Im Diabetes Research Department setzt man auf exzellente Grundlagenforschung ebenso wie auf intensive Zusammenarbeit mit Kliniken, Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen – hier wird im Bereich der biomedizinischen Forschung die Zukunft unseres Landes gestaltet.“

Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, freute sich, dass „das Diabetes Research Department“ eine starke Allianz mit den beiden Exzellenz-Universitäten in der Landeshauptstadt bildet. Der Wissenschaftsstandort München bleibt damit auch in Zukunft ein Top-Partner in der weltweiten Diabetesforschung - das Helmholtz Zentrum München ist der Kristallisationspunkt für die Münchner Diabetesforschung!“

Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, erklärte, dass das Helmholtz Zentrum München mit dem Diabetes Research Department einmal mehr „vorbildlich zur Erfüllung der Mission der Helmholtz-Gemeinschaft beiträgt: Als weltweit führendes Forschungszentrum auf dem Gebiet Environmental Health verbindet das Zentrum auch auf dem Gebiet Diabetes auf einmalige Weise Gesundheitsforschung mit der Untersuchung relevanter Umwelteinflüsse – und stellt sich so den großen und drängenden Fragen der Gesellschaft im Gesundheitsbereich.“

Prof. Dr. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer am Helmholtz Zentrum München, betonte die enge Zusammenarbeit des Helmholtz Zentrums München mit den Münchner Forschungseinrichtungen. „Besonders mit der Technischen Universität München hat sich das Helmholtz Zentrum München zu einer engen strategischen Allianz zusammengeschlossen, wie drei erfolgreiche gemeinsame Berufungen im Bereich Diabetesforschung beweisen. Das neue Diabetes Research Department ist ein sichtbares Ergebnis dieser erfolgreichen Zusammenarbeit. Es schafft die Voraussetzungen, um Spitzenwissenschaft am Standort zu bündeln.“

Zum neuen Diabetes Research Department gehören folgende Institute und Klinische Kooperationsgruppen:

* Institut für Experimentelle Genetik, Direktor: Prof. Dr. Martin Hrabì de Angelis (Lehrstuhl für Experimentelle Genetik der Technischen Universität München (TUM); gemeinsame Berufung)

* Institut für Diabetesforschung, Direktorin: Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler (Lehrstuhl für Diabetes und Gestationsdiabetes der TUM; gemeinsame Berufung)

* Institut für Diabetes und Adipositas, Direktor: Prof. Dr. Matthias Tschöp (Lehrstuhl Stoffwechselerkrankungen der TUM, Alexander von Humboldt-Professor; gemeinsame Berufung)

* Institut für Diabetes- und Regenerationsforschung, Direktor: Prof. Dr. Heiko Lickert (Lehrstuhl Diabetesforschung / Beta-Zell-Biologie an der TUM; gemeinsame Berufung)

* Klinische Kooperationsgruppe Nutrigenomik und Typ 2 Diabetes mellitus, Leitung: Prof. Dr. Hans Hauner (gemeinsam mit der TUM eingerichtet)

* Klinische Kooperationsgruppe Vorhersage und Subklassifikation von Typ 2 Diabetes mellitus, Leitung: Prof. Dr. Jochen Seißler (gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München eingerichtet)

Als Special Guest erzählte der Schwergewichtsheber Matthias Steiner von seinem Leben mit Diabetes mellitus. Mehrmals täglich spritzt sich der Weltmeister und Olympiasieger seit rund zehn Jahren Insulin. Die Hoffnung auf eine speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Medizin – deren Grundlagen am Helmholtz Zentrum München erforscht werden – motiviert ihn, sich für die Erforschung der Zuckerkrankheit stark zu machen. Hier wie in allen Bereichen seines Lebens gilt: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!“

Um die Forschung zu den bedeutsamen Volkserkrankungen zu bündeln und die Translation zu beschleunigen, hat die Bundesregierung die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung gegründet. Das Helmholtz Zentrum München übernimmt eine führende Rolle im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung e. V. mit Sitz in München, an dem vier weitere renommierte Forschungsinstitutionen beteiligt sind: das Deutsche Diabetes Zentrum, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung und die Paul-Langerhans-Institute der Universitäten Tübingen und Dresden.

Weitere Informationen

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören. Das Helmholtz Zentrum München ist Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung.

Ansprechpartner für die Medien

Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg - Tel.: 089-3187-3946 - Fax: 089-3187-3324 - E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Susanne Eichacker | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-muenchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie