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Künstliche Bauchspeicheldrüse schützt Ungeborene

31.01.2011
Regulierung der Blutzuckerwerte von schwangeren Diabetikerinnen

Eine künstliche Bauchspeicheldrüse könnte das Leben von schwangeren Diabetikerinnen retten und die Gesundheit ihrer Kinder verbessern.

Zu diesem Ergebnis sind Forscher der University of Cambridge gekommen. Die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft machen es bei Diabetes schwierig, die Blutzuckerwerte zu regulieren. Das kann schädigende Auswirkungen haben.

Zu viel Zucker im Blut

Die von dem Team um Helen Murphy entwickelte künstliche Bauchspeicheldrüse soll nun dabei helfen, die Werte in einem normalen Rahmen zu halten. Bei Typ-1-Diabetes sind regelmäßige Insulininjektionen notwendig. Während der Schwangerschaft ist der sichere Bereich der Werte viel kleiner. Hohe oder niedrige Werte, die bei einem Erwachsenen keine Auswirkungen haben, können das Ungeborene schädigen. Murphy erklärte gegenüber der BBC, dass die Hälfte der Kinder von Müttern mit Typ-1-Diabetes bei der Geburt übergewichtig oder fettsüchtig sind, da zu viel Zucker im Blut war.

Eine frühere Studie mit Schwangeren in England, Wales und Nordirland zeigte, dass die Anzahl der Totgeburten und Todesfälle in der ersten Woche bei Diabetikerinnen vier Mal größer war. 32 von 1.000 Schwangerschaften sind davon betroffen. Die Schwangerschaft kann auch für die Mutter gefährlich werden. Zu niedrige Blutzuckerwerte und ein Übersehen der Warnzeichen für einen hypoglykämischen Schock sind dafür verantwortlich. Frauen mit Typ-1-Diabetes haben zehn Stunden am Tag Blutwerte, die nicht den empfohlenen entsprechen.

Normale Werte

Die Wissenschaftler statteten zehn Frauen mit künstlichen Bauchspeicheldrüsen aus. Ein Sensor überprüfte laufend die Blutzuckerwerte und gab die Informationen an einen Computer weiter, der an eine Insulinpumpe weitergab, wie viel des Hormons zu injizieren ist. Erste Ergebnisse zeigten, dass normale Werte erzielt werden konnten. Die Wissenschaftler hoffen, dass weitere Tests bereits in diesem Jahr durchgeführt werden können.

Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Diabetes Care http://care.diabetesjournals.org/content/34/2/406 veröffentlicht. Diabetes UK hat die Studie mitfinanziert.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.cam.ac.uk
http://care.diabetesjournals.org/content/34/2/406

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