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Krebs-Therapie: Hautzellen in Immunzellen umgewandelt

11.11.2011
Verfahren aktiviert Immunsystem mithilfe der Stammzellenforschung

Wissenschaftler der University of Oxford haben ein Verfahren entdeckt, mit dessen Hilfe eines Tages die Hautzellen von Krebspatienten zur Bekämpfung von Tumoren eingesetzt werden könnten. Die Forscher wandelten Hautzellen in Immunzellen um, die als Auslöser für die Bekämpfung der Krankheit eingesetzt werden sollen. Bisher wurde dieses Verfahren nur im Labor erfolgreich angewendet und nicht beim Menschen getestet.

Dendritische Zellen als Schlüssel

Die aktuellen Ergebnisse bedeuten jedoch, dass es noch lange dauern wird, bis dieser Behandlungsansatz wirklich bei Patienten eingesetzt wird. Die Wissenschaftler hoffen aber, dass es möglich sein wird, berichtet die BBC. Die Nutzung der Möglichkeiten des Immunsystems wird von Krebsforschern in den Mittelpunkt gerückt, vor allem bei der Suche nach Impfstoffen. Die jetzt in Gene Therapy http://nature.com/gt veröffentlichte Studie konzentrierte sich auf dendritischen Zellen, die einen Teil der Reaktionen des Immunsystems organisieren.

Über Marker oder Antigene informieren sie das Immunsystem über Angriffsziele. Werden Krebsmarker angezeigt, werden kanzeröse Zellen zum Ziel. Paul Fairchild vom Oxford Stem Cell Institute http://www.stemcells.ox.ac.uk erklärt, dass Tests mit dendritischen Zellen aus dem Blut von Patienten bereits durchgeführt worden sind. Sie aktivierten jedoch nur einen Teil des Immunsystems. Seinem Team gelang es jedoch mit Hilfe der Fortschritte in der Stammzellenforschung, neue dendritische Zellen aus der Haut eines Patienten zu gewinnen.

Behandlung mit eigenen Immunzellen

In einem nächsten Schritt wurden dendritische Zellen ausgerichtet, Melanome mittels des Markers Melan A anzugreifen, der für Krebs charakteristisch ist. Experimente im Labor zeigten, dass die Zellen in der Lage waren, Immunzellen zu aktivieren. Diese bilden zwar Antikörper, können jedoch auch andere Zellen abtöten. Laut Fairchild könnten Patienten so künftig mit ihren eigenen Immunzellen behandelt werden.

Große Barrieren für diesen Behandlungsansatz werden dem Wissenschaftler nach die Kosten und die Sicherheit des Verfahrens sein. Vorstellbar ist, dass dieses Verfahren in Kombination mit anderen Behandlungsansätzen eingesetzt wird. "Im Vergleich mit einer Chemotherapie handelt es sich um einen langen und beschwerlichen Vorgang, der sehr viel Arbeit im Labor erfordert."

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.ox.ac.uk

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