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Wenn der Kopf raucht, leuchtet das Gehirn

03.09.2010
Anhand der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) können Forscher die Funktionen bestimmter Hirnstrukturen untersuchen und Einblicke in die Veränderung von Hirnaktivität gewinnen - zum Beispiel auch solche, die durch Substanzen wie Alkohol oder Nikotin hervorgerufen werden. Während nur jeder 30., der Alkohol trinkt, süchtig wird, entwickelt jeder dritte Raucher eine Abhängigkeit. Um herauszufinden, wie Nikotin emotionale und motivationale Prozesse im Gehirn beeinflusst, suchen Forscher der TU Dresden Teilnehmer für eine Raucherstudie.

Warum gelingt es einigen Menschen problemlos, ihr Rauchverhalten zu kontrollieren und nach dem geselligen Abend mit Wein und Zigarette tagelang auf den Glimmstängel zu verzichten, während andere bei Wind und Wetter auf dem Balkon stehen oder zur Tankstelle laufen, mitleidige Blicke ihrer Mitmenschen in Kauf nehmen und es trotz dem Wunsch aufzuhören, nicht dauerhaft schaffen von der Zigarette loszukommen?

Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden möchten dieser Frage auf den Grund gehen und herausfinden, wie Nikotin emotionale und motivationale Prozesse im Gehirn beeinflusst. Hierfür werden 18- bis 55-jährige, körperlich und psychisch gesunde Frauen und Männer gesucht, die weniger als 20 Zigaretten im Leben geraucht haben (Nichtraucher), höchstens fünf Zigaretten in der Woche (Gelegenheitsraucher), beziehungsweise mindestens 15 Zigaretten am Tag rauchen. An zwei Terminen spielen die Teilnehmer im MRT Scanner um Geld, welches Sie tatsächlich erhalten.

Aufhörwillige Raucher erhalten außerdem ein besonderes Angebot. Im Rahmen eines Raucherentwöhnungskurses können sie sich bei ihrem Vorhaben, das Rauchen aufzugeben, von speziell ausgebildeten Kursleitern professionell unterstützen lassen. Mit dieser Hilfe sind nach dem Kurs sieben von zehn Teilnehmern rauchfrei, von denen mehr als die Hälfte auch langfristig ohne Zigaretten auskommt. Das ist im Vergleich zu anderen Methoden eine sehr hohe Erfolgsquote.

Daran, dass es in Zukunft noch wesentlich mehr Raucher schaffen, erfolgreich aufzuhören, arbeiten die Forscher der TU Dresden mittels moderner Hirnforschung und hoffen dabei auf Ihre Unterstützung.

Wer an der Studie teilnehmen möchte, erhält nähere Informationen bei dem Diplom-Psychologen Nils Kroemer unter Telefon 0351 463 42206 oder meldet sich per E-Mail an: nils.kroemer@tu-dresden.de

Wer sich unabhängig von der Studie für einen Raucherentwöhnungskurs interesssiert kann sich bei Dr. Andrea Kobiella unter Telefon 0351 463 39830 oder per E-Mail an: raucherambulanz@tu-dresden.de melden.

Holger Ostermeyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.raucherambulanz.tu-dresden.de

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