Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kombinierte Stammzellentransplantation hilft Patienten mit "Schaufensterkrankheit"

10.10.2008
32. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und 19. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie, 9.-11. Oktober, Hamburg

Eine kombinierte Transplantation körpereigener Knochenmarkstammzellen in Muskel und Arterie ist eine sichere und wirksame Therapieoption für Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), auch in einem frühen Krankheitsstadium, berichteten Experten heute auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Hamburg.

Patienten in einem relativ frühen Stadium einer arteriellen peripheren Verschlusskrankheit (pAVK) profitieren von einer kombinierten intramuskulären und intraarteriellen Transplantation körpereigener Knochenmarkstammzellen, berichteten heute Forscher vom Universitätsklinikum Düsseldorf bei der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Hamburg.

Bei Parametern wie der ohne Schmerzen bewältigbaren Gehstrecke, der Sauerstoffversorgung im betroffenen Bein oder der transportierten Blutmenge schnitten die Stammzellen-Patienten deutlich besser ab als die mit Medikamenten und Gehtraining behandelte Vergleichsgruppe.

Kombinierte Transplantation, früheres Stadium

Transplantiert wurden 18 Patienten mit einer "Schaufensterkrankheit" im Stadium IIb. Ihnen wurden je 100 Milliliter Knochenmark entnommen, aus dem so genannte mononukleäre Stammzellen gewonnen wurden. Diese wurden sowohl in die Arterie als auch in die Muskulatur injiziert. Zwölf andere Patienten wurden konservativ, also mit Gehtraining plus Medikamenten, behandelt. Drei Monate nach dem Eingriff konnten die Transplantationspatienten eine fast viermal längere Gehstrecke schmerzfrei bewältigen als zuvor, die Verbesserungen hielten auch zwölf Monate nach der Transplantation an.

In den vergangenen Jahren hat sich die intramuskuläre oder intraarterielle Transplantation körpereigener Stammzellen als neue Therapieoption bei pAVK-Patienten in den fortgeschrittenen Stadien III und IV etabliert.

Die aktuelle Studie zeigt, dass auch Patienten in einem früheren Stadium von der innovativen Intervention profitieren: "Die kombinierte intraarterielle und intramuskuläre Transplantation von autologen Knochenmarkstammzellen ist eine klinisch einfach durchführbare, minimalinvasive und sichere Therapieoption für Patienten mit pAVK im Stadium IIb", fassen die Düsseldorfer Forscher ihre Ergebnisse zusammen.

Quelle: P142 - Stammzelltransplantation bei Patienten mit pAVK (TAM-PAD Studie)
T. Bartsch1, T. Zeus1, M. Köstering1, A. Kley1, G. Erdmann1, M. Brehm1, B.-E. Strauer1

1Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Pressestelle
Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
Pressezentrum am Kongress: 040-35695302: mobil 0043-676-6356775
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 6700 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa.

Christiane Limberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgk.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Stoßlüften ist besser als gekippte Fenster
29.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome
28.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten