Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kolorektalkrebs: Eine Datenbank für die Forschung

28.10.2010
Im Rahmen des 2005 vom Kompetenznetz ("Pôle de compétitivité") Medicen Paris Region offiziell anerkannten Forschungsprojektes CReMEC (Ressourcenzentrum für experimentelle Modelle in der Krebsforschung) wurde eine vollständige Sammlung von 54 menschlichen Kolorektalkrebsmodellen, 2 transgenetischen Modellen und eine Biobank mit 5.000 Proben erstellt.

Medicen erklärt, dass "diese Modelle die Entwicklung neuer Krebstherapien ermöglichen – eine Krankheit, von der europaweit jährlich mehr als 400.000 Menschen betroffen sind".

Das Projekt umfasst mehrere Etappen. Medicen betont, dass "das Projekt seinen Erfolg der Synergie zwischen den verschiedenen Partnern verdankt, die ihre Kompetenzen während der verschiedenen Etappen gebündelt haben: von der Tumorentnahme bis hin zur molekularen und pharmakologischen Charakterisierung der Modelle".

Die ersten Proben von Koliktumoren wurden vom Institut Curie, dem Institut für Krebsforschung Gustave-Roussy und dem Krankenhaus Lariboisière entnommen und anschließend vom Unternehmen "Oncodesign" gesichert.

Die klinischen, pharmakologischen, histologischen und molekularen Untersuchungen wurden vom Institut Gustave-Roussy, Sanofi-Aventis, dem Unternehmen Ipsen, dem Forschungsinstitut Servier und Oncodesign vorgenommen. Die Datenbank CReMEC wurde von Ipsen und Sanofi-Aventis entwickelt und die kommerzielle Nutzung der Modelle wird von Oncodesign abgesichert.

Im Rahmen einer Projektausschreibung des FUI (gemeinsamer, ministerienübergreifender Fonds) erhielt das Projekt CReMEC eine staatliche Unterstützung von 2,4 Millionen Euro, die noch um 2,5 Millionen Euro von industriellen Investoren ergänzt wurde. Laut Emmanuel Canet, Vorstandsvorsitzender von Medicen, hat das Projekt seine Ziele sowohl bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Unternehmensgründung als auch bei der Verwertung der Ergebnisse erreicht.

Diese Resultate ebnen den Weg für die Gründung des künftigen Zentrums für biologische Ressourcen in experimentellen Modellen im Großraum Paris (Ile-de-France).

Neue Forschungsprojekte und Finanzierungsanträge wurden bereits von mehreren akademischen Partnern auf der Grundlage der Ergebnisse aus CReMEC eingereicht. Das Projekt CReMEC 2 kam im Rahmen des Projektaufrufes für Innovationsplattformen der FUI bereits in die nähere Auswahl.

Quelle: "Cancers colorectaux : Une base de données pour la recherche", Innovation le journal - 05.10.10 http://www.innovationlejournal.fr/spip.php?article6083

Redakteur: Philippe Rault, philippe.rault@diplomatie.gouv.fr

| Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie