Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Keimen keine Chance - Wissenschaft und Wirtschaft forschen gemeinsam an neuen Kunststoffoberflächen

04.12.2008
Neue antimikrobielle Kunststoffoberflächen zum Schutz von Mensch und Tier zu entwickeln ist Ziel des Projekts "SmartSurf", an dem neben der Universität Bonn die Fachhochschule Münster und sechs Wirtschaftsunternehmen beteiligt sind.

Die Forschung dient der Verbesserung der Lebensmittelqualität und -sicherheit. Rund 1,4 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über drei Jahre zur Verfügung. Gut 500.000 Euro übernehmen die beteiligten Unternehmen.

Bakterien, Pilzen und Viren haben Fachleute aus Hygiene und Gesundheitswesen sowie der Agrar- und Ernährungswirtschaft den Kampf angesagt. Seit Jahren rücken sie den Erregern mit Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen zu Leibe. Nicht selten jedoch überleben Mikroorganismen in schwer zu beseitigenden Biofilmen diese Prozeduren. So sind Kunststoffoberflächen, die unmittelbar im Kontakt zu Futter- oder Lebensmitteln stehen, häufig durch hohe Keimzahlen belastet und gefährden damit Mensch oder Tier. Auch kann das Material selbst Schaden nehmen.

Kunststoffe derart zu modifizieren, dass Mikroorganismen sich nicht mehr anlagern und vermehren können, ist Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technoligie geförderten Projektes "SmartSurf". Während der 36-monatigen Laufzeit sollen dauerhaft antimikrobielle Kunststoffe entwickelt werden, die die Bildung von Biofilmen hemmen, jedoch toxikologisch und ökologisch unbedenklich sind. Zum Projektstart treffen haben sich jetzt die Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft in Bonn getroffen. Das interdisziplinäre Konsortium vereint Chemiker, Lebensmitteltechnologen, Agrar- und Ernährungswissenschaftler aus Bonn und Münster mit sechs einschlägig orientierten Unternehmen, die an der Entwicklung von neuen Kunststoffen und ihrer Prüfung unter Praxisbedingungen mitwirken.

Neben der Universität Bonn ist die Fachhochschule Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Lorenz und Prof. Dr. Martin Kreyenschmidt beteiligt. Das Know-how zur Aufklärung der biologischen Aktivität der neuen Werkstoffe und deren Einsatzspektrum wird stellt die Nachwuchsforschergruppe Cold-Chain-Management (CCM) der Universität Bonn, die von Dr. Judith Kreyenschmidt aufgebaut wurde, sicher. Die Gesamtkoordination obliegt der Leiterin der Abteilung Präventives Gesundheitsmanagement der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, Prof. Brigitte Petersen.

Kontakt:
Prof. Dr. Brigitte Petersen
Abteilung Präventives Gesundheitsmanagement
Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-2821
E-Mail: b-petersen@uni-bonn.de

Frank Luerweg | idw
Weitere Informationen:
http://www.ccm.uni-bonn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise