Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovativer Assistent soll sprachliche und kulturelle Hürden in der Gesundheitsversorgung überwinden

18.03.2011
BIPS evaluiert in der TEKSAS-Studie zusammen mit türkischen und deutschen Mitbürgern einen digitalen Gesundheitsassistenten, der derzeit am DAI-Labor der TU Berlin entwickelt wird

Zusammen mit dem AOK-Bundesverband und dem DAI-Labor der TU Berlin entwickelt das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin der Universität Bremen (BIPS) einen Gesundheitsassistenten für Migranten. Der technologische Gesundheitsassistent soll zunächst türkischen Migranten bei der Förderung ihrer Gesundheit Unterstützung bieten.

Schon während der Entwicklung wird das mehrsprachige System einer umfangreichen Praxisprüfung unterworfen, die vom BIPS in den kommenden Wochen gestartet wird. Dazu sucht das Bremer Institut türkische und deutsche Familien, die sich an dem Projekt beteiligen und dabei helfen sollen, den Assistenten kultursensibel, lebensnah und benutzerfreundlich zu gestalten.

Mit dem Gesundheitsassistenten können sich Migranten auch in ihrer Muttersprache übersichtlich über Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Adipositas informieren. Sie erfahren nicht nur Aktuelles über Vorbeugung und gesunde Lebensweise, sondern werden vom Assistenten auch in ihren individuellen Gesundheitszielen unterstützt. Nutzer können so auf einfache Weise ihren Gesundheitszustand überwachen und erhalten individuell abgestimmte Tipps und Anweisungen.

Für die Evaluation in TEKSAS können die Familien ihre Verbesserungsvorschläge zum Gesundheitsassistenten einbringen. Neben Bedienung und Verständnis geht es dabei auch um inhaltliche und kulturelle Belange. Mit dieser Bedarfsanalyse soll gewährleistet werden, dass der Assistent später eine möglichst große Zahl von Nutzern anspricht.

Das BIPS ist seit dreißig Jahren in der Gesundheitsforschung aktiv. Das Institut untersucht den Gesundheitszustand in der Bevölkerung, forscht nach den Ursachen für Krankheiten und entwickelt neue Konzepte zur Vorbeugung. Dabei steht das BIPS immer wieder in engem Kontakt mit Bremer Einrichtungen und der Bevölkerung. Seit 2008 ist das BIPS assoziiertes Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Weitere Informationen:
Universität Bremen
BIPS – Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin
Anna Reeske
Tel.: 0421 218 56914
E-Mail: reeske@bips.uni-bremen.de

Meike Mossig | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive