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Injektion hält Blutzucker eine Woche konstant

07.05.2013
Nanonetzwerk reguliert autonom - Erleichterung für Diabetiker

Diabetiker können sich bei hohem Blutzuckerspiegel künftig ein Netzwerk aus Nanopartikeln verabreichen lassen, denn dieses hält den normalen Level bis zu zehn Tage aufrecht. Diese Innovation geht aus einer Entwicklung unter anderem der North Carolina State University und des Massachusetts Institute of Technology hervor.

Das smarte System reagiert auf Veränderungen des Blutzuckers im Körper und setzt autonom Insulin frei. Das Nanonetzwerk besteht aus einer Mischung von Nanopartikeln mit einem festen Insulin-Kern, modifizierten Dextranen und Glukose-Oxidase-Enzymen.

Messung weniger mühsam

"Derzeit gibt es zwei Prinzipien der Blutzucker-Kontrolle. Einerseits sieht sich der Betroffene seinen Nüchternzucker ein Mal in der Früh an. Auf die Therapie mit Tabletten können sie hierbei nicht aktiv eingreifen", erklärt Peter P. Hopfinger, Gründer der Plattform Diabetes Austria http://diabetes-austria.com , im Interview mit pressetext.

Die zweite Möglichkeit stellt die Insulin-Injektion dar, die aktiv auf die Blutzucker-Kurven Einfluss nimmt. Diabetiker mit Insulinbehandlung müssten jedoch häufiger messen. "Aufgrund des medizinischen Fortschritts ist diese Kontrolle des Blutzuckerspiegels nicht länger mühsam, schmerzhaft oder zeitlich aufwendig, jedoch lästig, weil Diabetiker keinen Tag Urlaub davon haben", sagt der Experte.

Stressabbau nicht garantiert

Eine solch lang andauernde Methode ist Hopfinger nach grundsätzlich erfreulich. Ob es jedoch dem permanenten psychischen Problem entgegenwirken kann und sich die Erkrankten die Impfzeit einfacher merken, ist fraglich. "Diabetiker entwickeln eine Routine für das Messen des Blutzuckers - das ist wie Händewaschen.

Wenn ein neues Medikament eine Woche lang hält, kann das vorwiegend eine Entlastung der Psyche sein, obwohl wiederum auch der Stress entstehen kann, die Injektion zu vergessen", schildert der Fachmann.

Verbrauchermaterialien wie Nadeln würden aber auf jeden Fall entlastet. Auf Systeme sei jedoch niemals zu 100 Prozent Verlass. "Im Alltag und im Leben sind die Betroffenen stets für sich selbst verantwortlich", sagt Hopfinger.

Andreea Iosa | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.ncsu.edu
http://www.mit.edu

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