Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochkalorisches Nahrungsmittel gegen Mangelernährung in Pflegeeinrichtungen entwickelt

02.08.2011
Universität Witten/Herdecke schließt Machbarkeitsstudie ab

Die Vermeidung einer Mangelernährung von Menschen mit Pflegebedarf ist eine Herausforderung für die stationäre wie auch häusliche Pflege.

Aus diesem Grund hat ein Forscherteam von Pflegewissenschaftlern an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) in Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelgroßhändler BLF das hochkalorische Nahrungsmittel Pro Gourmet K400 entwickelt und in zwei Pflegeeinrichtungen getestet.

„Wir haben mit einigen Küchenchefs gesprochen“, sagt die Leiterin des Departments für Pflegewissenschaft an der UW/H, Prof. Christel Bienstein. „Dabei hat sich herausgestellt, dass es – zum Beispiel mit der Trinknahrung – bereits Produkte gibt, die den hochkalorischen Nahrungsbereich gut abdecken. Diese sind aber in der Regel nicht besonders schmackhaft und zudem sehr teuer. Der Ansatz war also, ein Produkt zu entwickeln, dass nicht nur die Anforderungen an hochkalorische Lebensmittel erfüllt, sondern zudem auch noch gut schmeckt, weil es aus natürlichen Lebensmitteln hergestellt wird, und trotzdem erschwinglich ist.“

Aus diesen Überlegungen heraus entstand „Pro Gourmet K400“, das in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie „Brokkoli mit Stampfkartoffeln“, „Käseauflauf“ oder „Tomatensuppe“ erhältlich ist und pro Mahlzeit zwischen 350 und 400 Kalorien enthält. „Das Produkt soll in Pflegeeinrichtungen und Kliniken zum Einsatz kommen und auch Singlehaushalte höheren Alters ansprechen“, erläutert Prof. Bienstein das Konzept der einfach zuzubereitenden Mahlzeiten. Enthalten ist ein Würfel, der mit heißem Wasser aufgebrüht wird.

In der Machbarkeitsstudie in den Pflegeeinrichtungen hätten die Testpersonen besonders den würzigen Geschmack und die Produktvielfalt gelobt. Die Pflegenden hätten vor allem die schnelle und unkomplizierte Zubereitung als vorteilhaft bewertet. „So kann man individuell fragen: ‚Worauf haben Sie denn heute Hunger?’“, sagt Prof. Bienstein. „Und wenn es schmeckt, dann wird auch besser gegessen.“

Das hochkalorische Nahrungsmittel Pro Gourmet K400 ist ab sofort im Handel oder unter www.k400.de erhältlich.

Einen TV-Beitrag zu K400 finden Sie in der Sendung „Gesund im Alter“ auf NRW.TV: www.nrw-business.tv/beiträge-branchen/pflege-gesundheit

Ansprechpartner UW/H: Prof. Christel Bienstein, 02302 / 926-356, christel.bienstein@uni-wh.de.

Ansprechpartner Pro Gourmet K400: Michael Assen, 0221 / 970 161 - 6, ma@mceweb.eu.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsbildung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Jan Vestweber | Uni Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.k400.de/
http://www.nrw-business.tv/beitr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein
02.12.2016 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Epstein-Barr-Virus: von harmlos bis folgenschwer
30.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie