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HighTech Europe bündelt Lebensmittelkompetenz

30.06.2009
Europas führende Forschungsinstitute für die Lebensmittelbranche ziehen in dem EU-Projekt HighTech Europe an einem Strang.

Eine bessere Vernetzung und ein stärkerer Informationsaustausch sollen den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis ankurbeln.

22 Partner aus Forschung, Wirtschaft und Verbänden wollen gemeinsam Innovationshindernisse in der mittelständischen Lebensmittelindustrie identifizieren und abbauen. Harmonisieren, standardisieren und kooperieren - so sollen vorhandene Potenziale besser ausgeschöpft und der Mehrwert von Forschungsgeldern gesteigert werden.

Starker Auftakt in den USA

Die Nachfrage nach Bioprodukten und gesundheitsfördernden Lebensmitteln zeigt sich auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten stabil. Somit bestehen gute Aussichten, dass Lebensmittel mit aktuell 221 Mrd. Binnenabsatz auch weiterhin der größte Markt Europas bleiben. Rund 80 Prozent der verzehrten Lebensmittel sind heute industriell vorbearbeitet. Der Einsatz neuartiger Technologien stellt für Produzenten daher einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Das Wissen über Verfahren und Produkte, das durch öffentliche und privatwirtschaftliche Investitionen in Forschung und Entwicklung erschlossen wird, soll durch bessere Verbreitung einen gesteigerten Mehrwert entfalten. Hier setzt das EU-Projekt "Hightech Europe" an. Forscher und Unternehmensvertreter werden durch Kooperationsmaßnahmen in einen intensiveren Dialog eintreten, Know-how branchenübergreifend leichter zugänglich machen und schneller in praktische Anwendungen überführen. Für diese Vorhaben wurde den sechs deutschen Projektpartnern im 7. Forschungsrahmenprogramm eine Fördersumme von 2,25 Mio. zugesprochen.

Das Projekt wurde von dem Forschungsdienstleister ttz Bremerhaven und dem Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL) initiiert, um die europäische Lebensmittelbranche für den globalen Wettbewerb zu stärken. Für dieses Ziel trat das Konsortium nach dem Projektstart gleich auf einer weltweit stark beachteten Bühne ein: der IFT Food Expo im kalifornischen Anaheim. Auf der US-Branchenmesse zeigte sich, dass auf Seiten der Industrie großer Bedarf an den Forschungs- und Beratungsleistung eines europäischen "Network of Excellence" besteht. "Durch die Messepräsenz von "High Tech Europe" haben wir durch die Vermittlung von Innovationsfreude und fundiertem Branchenwissen ein positives Signal für Europa gesetzt. Da es in den Vereinigten Staaten keine mittelstandsorientierte Forschung gibt, sind die Produzenten dort sehr an einer Zusammenarbeit mit europäischen Entwicklern interessiert", resümiert Matthias Kück, Technischer Direktor am ttz Bremerhaven und Vertreter des Konsortiums in Anaheim.

Der Know-how-Transfer in Europa wird im Herbst durch Workshops in Deutschland, Tschechien, Spanien und Dänemark angekurbelt. Im Oktober steht ein Innovationsworkshop in Köln auf dem Programm. Bis dahin werden Vorbereitungen für eine großangelegte Befragung von europäischen Lebensmittelproduzenten getroffen, um deren Entwicklungsbedarf und Hemmnisse für Optimierungen zu erfassen. Innovation kann viele Bereiche betreffen - von der Bewertung modernster Verfahrenstechnik bis zu Marketingaspekten. Auch die Erweiterung des eigenen Blickwinkels kann den Boden dafür bereiten. Daher ist auch der zeitlich begrenzte Personalaustausch zwischen Industrie und Forschung Teil des Programmes von HighTech Europe. Die starke personelle Vernetzung hat einen weiteren positiven Aspekt: Sie begünstigt, dass die zielorientierte Zusammenarbeit auch nach Ablauf der vierjährigen Projektlaufzeit fortgeführt wird. Die Ergebnisse der gemeinsamen Forschungsaktivitäten werden schließlich in einem "White Book of European High Tech Food Processing" ausgewertet, das sich an Produzenten und Verbrauchern richtet.

Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Team ausgewiesener Experten in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik, Analytik sowie Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement, Gesundheitssysteme sowie Verwaltung & Software.

Kontakt:
ttz Bremerhaven
Britta Rollert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0471 / 4832-121/-124; Fax: 0471 / 4832-129
E-Mail: brollert@ttz-bremerhaven.de

Britta Rollert | idw
Weitere Informationen:
http://www.ttz-bremerhaven.de

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