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Herzinfarktrisiko durch Myokard-Szintigrafie frühzeitig erkennen

09.04.2010
Herzerkrankungen nehmen immer mehr zu und gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Die Untersuchung der Durchblutung und des Stoffwechsels des Herzmuskels mit nuklearmedizinischen Methoden hat eine rasante Entwicklung genommen. Ohne Eingriff in den Körper können wichtige Erkenntnisse über Funktion und Zustand des Herzmuskels gewonnen und damit sehr genaue Prognosen zum Infarktrisiko des Patienten ermöglicht werden.

Bei Patienten mit Beschwerden, die auf eine mangelhafte Durchblutung des Herzens hinweisen, ist es wichtig, möglichst ohne Nebenwirkungen festzustellen, ob die Beschwerden vom Herzen stammen oder ob dafür eine andere Ursache vorliegt. Die nuklearmedizinische Myokard-Szintigrafie stellt dabei ein etabliertes Verfahren zum Nachweis oder zum Ausschluss von Minderdurchblutungen des Herzmuskels dar. Mit ihr kann ohne Eingriff in den Körper die Durchblutung des Herzmuskels einfach und verlässlich dargestellt werden.

Die Myokard-Szintigrafie erfolgt unter Belastungs- und Ruhebedingungen, um eine belastungsabhängige von einer dauerhaft vorhandenen Minderdurchblutung unterscheiden zu können.

Fällt die Myokard-Szintigrafie unter Belastungsbedingungen, entweder durch Fahrradfahren auf einem Ergometer oder mit Hilfe eines durchblutungssteigernden Medikamentes, unauffällig aus und ist die Pumpfunktion des Herzens normal, hat der Patient in der Regel ein nur sehr geringes Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden oder herzbedingt zu versterben. Studien an mehr als 50.000 Patienten zeigten, dass das Risiko in solchen Fällen bei unter einem Prozent pro Jahr liegt. Gibt die Myokard-Szintigrafie jedoch Hinweise auf eine Minderdurchblutung des Herzens, steigt das Risiko deutlich. In aller Regel ist dann eine weiterführende, invasive Herzkatheteruntersuchung erforderlich.

Der Einsatz hochmoderner, besonders empfindlicher Kamerasysteme bei der Myokard-Szintigrafie ermöglicht kurze Untersuchungszeiten und damit eine Reduktion der Strahlenbelastung des Patienten.

In Zukunft wird durch noch modernere und empfindlichere Kamerasysteme die Untersuchungsdauer und damit die Strahlenbelastung des Patienten noch weiter reduziert werden. Außerdem wird der kombinierte Einsatz der Myokard-Szintigrafie mit einer CT-basierten Herzkranzgefäßdarstellung (an so genannten SPECT-CT Hybridgeräten) eine genaue Zuordnung der nachgewiesenen Minderdurchblutung zu dem entsprechenden Herzkranzgefäß erlauben. Dies ermöglicht dem behandelnden Kardiologen dann die Planung einer noch zielgerichteteren individuellen Therapie.

Die Myokard-Szintigrafie und der gesamte Bereich der kardialen Bildgebung bilden ein Schwerpunktthema auf der 48. Jahrestagung NuklearMedizin 2010 der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. Diese findet vom 21. bis 24. April 2010 im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Mit der Kombination aus Kongress, für den international renommierte Referenten und ausgesuchte Keynote-Sprecher gewonnen werden konnten, einem interaktiven Fortbildungsprogramm sowie der in Deutschland größten, branchenspezifischen Industrieausstellung hat sich die Tagung als bedeutendste nationale Tagung für Nuklearmedizin im europäischen Raum etabliert. In diesem Jahr werden rund 2.000 Teilnehmer - Mediziner, Naturwissenschaftler, medizinisch-technisches Personal, Pflegekräfte und Patienten - erwartet.

Sämtliche Informationen zur Jahrestagung NuklearMedizin 2010 stehen auf der Kongresshomepage http://www.nuklearmedizin2010.de zur Verfügung. Dort ist auch die Presseakkreditierung zum Kongress möglich.
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Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Stefanie Neu
Nikolaistraße 29, D-37073 Göttingen
Tel. 0551.48857-402, info@nuklearmedizin.de

Stefanie Neu | idw
Weitere Informationen:
http://www.nuklearmedizin.de
http://www.nuklearmedizin2010.de
http://www.nuklearmedizin.de

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