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Herzinfarkt künftig besser therapierbar?

10.01.2012
Ganz neue Ansätze für die Herzinfarkttherapie: Wird unmittelbar vor einer Operation an der Herz-Lungen-Maschine eine Blutdruckmanschette am Unterarm mehrfach aufgeblasen und so die Durchblutung des Armes kurz unterbrochen, wird das Herz besser geschützt.

Das ist das Ergebnis einer kontrollierten Patientenstudie einer Forschergruppe der Universität Duisburg-Essen (UDE), die jetzt im renommierten Journal der amerikanischen Herzvereinigung publiziert wurde.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Gerd Heusch konnten Wissenschaftler des Instituts für Pathophysiologie, der Klinik für Herzchirurgie und der Klinik für Anästhesiologie diesen Herzschutz auf Distanz nachweisen.

Heusch: „Wir haben erstmals ein molekulares Schutzsignal, das STAT5, im menschlichen Herzen identifizieren können.“ STAT-Signale lassen im Experiment die Kraftwerke der Zelle, sog. Mitochondrien, besser funktionieren und verringern die Größe eines Herzinfarkts.

Beim Herzinfarkt ist ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend durchblutet, weil Herzkranzgefäße verschlossen sind. Herz-Kreislauferkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Etwa 70.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an einem Herzinfarkt. Die grundlegenden Forschungen von Prof. Heusch zum Schutz des Herzens vor dem Infarkt werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Weitere Informationen:
• http://circres.ahajournals.org/content/110/1/111
• Prof. Dr. Dr.h.c. Gerd Heusch, Tel. 0201/723-4480, gerd.heusch@uk-essen.de
Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

Beate Kostka | idw
Weitere Informationen:
http://www.uk-essen.de
http://circres.ahajournals.org/content/110/1/111

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