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Herzerkrankung bei Mäusen gestoppt

01.12.2008
microRNA-21 spielt entscheidende Rolle bei Vernarbung

US-amerikanische und deutsche Wissenschaftler haben das Fortschreiten einer Herzkrankheit bei Mäusen zum Stehen gebracht und sogar einige ihrer Auswirkungen wieder rückgängig machen können.

Die im Fachmagazin Nature veröffentlichte Studie liefert konkrete Beweise dafür, dass die microRNA - winzige Stücke genetischen Materials - eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen kann. Der neue Behandlungsansatz konzentriert sich auf die microRNA in Herzzellen und blockiert diese. Der US-microRNA-Experte Eric Olson von der University of Texas Southwestern Medical Center betonte, dass Tests an menschlichen Patienten in wenigen Jahren möglich sein sollten.

Die Bedeutung der microRNA für Herzerkrankungen und eine Reihe anderer Beschwerden wurde bereits zuvor von einigen Wissenschaftlern erkannt. Die microRNA reguliert die Aktivität der Gene. Da viele verschiedene Arten von microRNA in einer Zelle vorkommen, arbeitet die Forschung derzeit daran herauszufinden, welche die wichtigste Rolle spielen. Für die aktuelle Studie konzentrierten sich die Wissenschaftler auf microRNA-21 und ihre Rolle bei einer bestimmten Art von Herzzellen, den so genannten kardialen Fibroblasten. Sie helfen, die Struktur des Organs festzulegen und spielen eine wichtige Rolle bei der fortschreitenden Vernarbung, die bei einer Erkrankung die Funktion des Organs entscheidend beeinträchtigen kann. Bis vor kurzem ging die Wissenschaft davon aus, dass dieser Prozess irreversibel ist.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Zellen in einem kranken Herzen größere Mengen microRNA enthalten und brachten sie mit einer chemischen Signalübertragung in Zusammenhang, die zur charakteristischen Schädigung des Gewebes führt. Bei Mäusen wurde eine Chemikalie eingesetzt, die microRNA-21 blockiert. Es zeigte sich, dass nicht nur diese Signalübertragung unterbrochen wurde, sondern dass sich auch die Herzfunktion der Tiere verbesserte. Damit sei laut den Wissenschaftlern das Potenzial dieses Ansatzes für die Entwicklung neuer Medikamente bewiesen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.utsouthwestern.edu

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