Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herzbedingte Todesfälle auf 25 Prozent verringern

11.10.2013
Weltweite Kampagne will Herz-Kreislauf-Sterblichkeit bis 2025 auf 25 Prozent reduzieren – Wissenschaftliche Leitlinien sollen dabei unterstützen

„Herz-Kreislauf-Krankheiten inklusive Schlaganfall sind weltweit für 17 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich, nach den Berechnungen der World Heart Federation (WHF) wären 80 Prozent davon vermeidbar“, so Prof. Dr. Christian Hamm, Präsident der DGK, anlässlich der Herbsttagung der DGK in Dresden.

Die Kampagne „25 bis 25“ verfolgt deshalb das Ziel, bis 2025 vorzeitige Tode in Folge von nichtübertragbaren Krankheiten wie z. B. Herz-Kreislauf-Krankheiten um 25 Prozent zu verringern. Investment in die Prävention sei die nachhaltigste Maßnahme gegen die Epidemie von Herz-Kreislauf-Krankheiten, argumentiert die WHF.

Der Weg zum Ziel der 25prozentigen Reduktion der Herz-Kreislauf-Mortalität soll über das systematische Erfassen des individuellen Risikoprofils von Menschen und das bestmögliche medikamentöse Behandeln aller beeinflussbaren Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck und ungünstigen Blutfettwerten führen. „Weiters im Fokus der WHF-Initiative sind Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde – unter anderem salzreiche – Ernährung und die Gesundheit schädigender Alkoholkonsum“, so Prof. Hamm.

Die WHF startet zur Umsetzung des Ziels „25 bis 25“ das Champion Advocates Programme. Zielgruppen sind

Kardiologen und medizinisches Fachpersonal, mit dem Ziel der Unterstützung der Implementierung von Leitlinien zur Sekundärprävention in Praxen und Kliniken;
Journalisten, mit dem Ziel der vermehrten Berichterstattung über die Primär- und Sekundärprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen; und
aufstrebende Führungskräfte („Emerging Leaders“), mit dem Ziel, dass sie die Anliegen von HKE-Prävention und -Behandlung gegenüber der Gesellschaft stärken.

„Grundlage für eine Evidenz-basierte Therapie sind heute die Leitlinien medizinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaften“, so Prof. Hamm. Die DGK erarbeitet und publiziert seit Jahrzehnten solche Kommentare, Konsensuspapiere, Positionspapiere, Empfehlungen, Pocket-Leitlinien, Curricula etc. Damit soll zur Fort- und Weiterbildung der Kardiologinnen und Kardiologen in Deutschland beigetragen, das aktuelle kardiologische Wissen in strukturierter Weise zugänglich gemacht, und es sollen Evidenz-basierte Anleitungen für Diagnose und Therapie angeboten werden. „Die DGK ist also in diesem Bereich sehr produktiv und trägt damit zur kardiologischen Aus- und Weiterbildung und zu einer qualitätsvollen, Evidenz-basierten Versorgung bei“, so Prof. Hamm. „Die WHF wünscht sich hier eine Unterstützung durch die DGK, die sich als Wissens- und Erfahrungstransfer an andere nationale Gesellschaften verstehen lässt.“

Publikationen der DGK im laufenden Jahr

Im laufenden Jahr veröffentlichte die DGK zum Beispiel bis Ende September

drei Kommentare: Einen zu den neuen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zur kardiovaskulären Prävention; ein Fokus Update der Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zum Management des Vorhofflimmerns; und einen Kommentar zu den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zur Diagnostik und Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz;

ein Konsensus-Papier der DGK und der Deutschen Gesellschaft für Thorax- Herz- und Gefäßchirurgie zur Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz;

drei Benutzer-freundliche Pocket-Leitlinien: Konsensusempfehlungen zum Einsatz der Herzbildgebung (CT und MRT); Pocket-Leitlinien für das Management von Vorhofflimmern, Fokus Update 2012; Pocket-Leitlinien zum Herzinsuffizienz-Update 2012;

Empfehlungen zum Telemonitoring bei Patienten mit implantierbaren Herzschrittmachern, Defibrillatoren und kardialen Resynchronisationssystemen; und Empfehlungen zur interventionellen Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz mit dem MitraClip-Verfahren;

ein Positionspapier zur Bedeutung psychosozialer Faktoren in der Kardiologie – Update 2013.

In Arbeit sind zwei Guidelines für das Management der arteriellen Hypertonie, sowie zu Herzschrittmachern und zur kardialen Resynchronisationstherapie.

Informationen:
Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher, Berlin)
Pressestelle der DGK:
presse@dgk.org
Tel.: 0211 / 600 692 – 0
B&K – Bettschart&Kofler Kommunikationsberatung,
Roland Bettschart
Mobil: 0043 676 6356775;
Büro Berlin: 030 700159676
Öffnungszeiten des Pressebüros:
Donnerstag / Freitag: 8.30 – 17.30 Uhr
Samstag: 8.30 – 14 Uhr
Tel.: 0351 216-1516
Fax: 0351 216-1716
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 8500 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien.

Prof. Dr. Eckart Fleck | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgk.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL
20.10.2017 | Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

„Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern

20.10.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie