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Herzanfall: "Herzpflaster" soll Schäden heilen

25.08.2009
Verfahren wird zur Behandlung von Leber und Blase weiterentwickelt

Wissenschaftler der Ben-Gurion University of the Negev haben ein viel versprechendes Verfahren zur Heilung von nach einem Herzanfall entstandenen Schäden entwickelt.

Aus dem Herzmuskel wurde dabei eine Art Pflaster hergestellt, das helfen soll, die entstandenen Vernarbungen wieder auszubessern. Das neue Verfahren sei bereits erfolgreich an Mäusen getestet worden, berichtet das Team um Tal Dvir in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

Das "Pflaster" wurde zuerst in Gewebe des Unterleibs herangezogen und dann in die geschädigten Bereiche des Herzens transplantiert. Mit diesem Experiment wurde erstmals nachgewiesen, dass derartige Pflaster tatsächlich die Gesundheit des Herzens nach einer Schädigung verbessern können. Die Wissenschaftler wiesen eine Vergrößerung des Muskels in den geschädigten Bereichen und eine verbesserte Übertragung der für die normale Funktion des Organs entscheidenden elektrischen Impulse nach.

Herzanfälle verursachen normalerweise einen irreversiblen Schaden am Herzmuskel. Bei überlebenden Patienten kann der geschädigte Muskel in weiterer Folge zu einem Herzversagen führen. Die Wissenschaftler hoffen, dass das neue einfache und sichere Verfahren auch beim Menschen erfolgreich eingesetzt werden kann.

Da die meisten Betroffenen jedoch schon älter sind, könnten wiederholte chirurgische Eingriffe ein großes Risiko bedeuten. Daher sei dieser Behandlungsansatz derzeit noch keine wirkliche Option. Das gleiche Verfahren wird übrigens auch für die Behandlung der Leber und der Blase weiterentwickelt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://web.bgu.ac.il/Eng/Home
http://www.pnas.org

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