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Heißes Getränk gibt gutes Gefühl bei Erkältung

15.12.2008
Für Schnupfen sind lauwarme Flüssigkeiten besser

Im Kampf gegen Grippe und Erkältung ist die Aufnahme von Flüssigkeit wichtig. Wie sich die Temperatur des Getränks auf den Körper auswirkt, haben Forscher am Erkältungszentrum der walisischen Universität Cardiff in einer Testreihe ermittelt.

Sie ließen dreißig verkühlte Studenten sowohl heiße als auch lauwarme Getränke zu sich nehmen, fragten sie im Anschluss, ob sie selbst Besserungen verspürten und versuchten dieses Gefühl durch Messungen des Nasenwiderstands dingfest zu machen. Die im Medizinjournal "Rhinology" veröffentlichten Ergebnisse unterstützen die verbreitete Meinung, dass ein heißes Getränk Erkältungssymptome lindert.

Erkältungskrankheiten haben zahlreiche äußere Symptome, die bekanntesten unter ihnen sind Husten, Schnupfen, Niesen, Verschleimung, Halsschmerzen, Kältegefühl und Müdigkeit. Bei der Untersuchung gaben die Testpersonen eingangs auf einer Skala an, wie schlimm sie diese Erscheinungen bei sich selbst verspürten. Durch ein Luftdruckmessgerät wurde der Widerstand ihrer Nase beim Ausatmen mit verschlossenen Lippen ermittelt. Dann tranken die Studenten ein entweder heißes oder lauwarmes Fruchtgetränk und durchliefen in verschiedenen Zeitabständen wieder sowohl den Nasentest als auch die Befragung des subjektiven Gefühls.

Der Test lieferte durchaus unterschiedliche Ergebnisse. Das lauwarme Getränk zeigte im Nasentest lindernde Wirkung und reduzierte auch Niesen und Husten über einen längeren Zeitraum. Halsschmerzen, Kältezittern und Müdigkeit besserte es hingegen nicht. Hier hatte das heiße Getränk die Nase vorne, das auch das Gefühl von Schleim und Kältegefühl kurzfristig verbesserte.

Schnupfen und Niesen besserten sich in der eigenen Wahrnehmung erst nach einer Viertelstunde. Diese Aussagen konnte die Nasenmessung allerdings nicht bestätigen, denn das heiße Getränk erleichterte den Luftfluss durch die Nase kaum. Heiße Getränke helfen zwar nicht der Nase, sie vermitteln aber ein Gefühl der Besserung, so das Resümee der Forscher.

Johannes Pernsteiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cardiff.ac.uk/biosi/subsites/cold

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