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Hautkrebs verrät sich früh durch den Geruch

21.08.2008
Schmerzfreier und kostengünstiger Test in Entwicklung

Eine verbreitete Form von Hautkrebs könnte auch über den charakteristischen Geruch, den sie verbreitet, diagnostiziert werden. Wissenschaftler des Monell Chemical Senses Center sammelten Proben von der Luft direkt über Basaliomen und entdeckten, dass sie sich von vergleichbaren Proben gesunder Haut unterschied.

Das Team um Michelle Gallagher ging auf dem Jahrestreffen der American Chemical Society davon aus, dass diese Erkenntnis die Möglichkeit eröffne einen kostengünstigen und schmerzlosen Test zu entwickeln. Andere Teams arbeiten laut BBC ebenfalls in dieser Richtung. Ein britisches Team zum Beispiel setzt Hunde ein, die mittels Urinproben Blasentumore erkennen sollen.

Die menschliche Haut setzt Chemikalien, so genannte flüchtige organische Verbindungen frei, die über einen Geruch verfügen. Das Team nutzte die Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC/MS) um die genaue chemische Zusammensetzung zu ermitteln. Insgesamt wurden 22 Patienten getestet: Elf, die an einem Basaliom litten und elf, die nicht erkrankt waren. Alle Luftproben enthielten die gleichen Bestandteile.

Bei den Krebspatienten zeigten sich jedoch deutlich andere Konzentrationen bestimmter Chemikalien. Aus diesen Erkenntnissen könnte laut Gallagher ein Profil dieser Krebsform erstellt werden. "Unsere Forschungsergebnisse könnten Ärzten eines Tages ermöglichen Hautkrebs bereits in einem sehr frühen Stadium zu erkennen." Die Wissenschaftlerin plant bereits weitere Profile anderer Formen von Hautkrebs zu erstellen. Dazu gehören auch die viel gefährlicheren Melanome.

Carolyn Willis vom Amersham Hospital versucht einen Test zu entwickeln, der auf den gleichen Prinzipien beruht. Ihre Sensoren sind jedoch lebendig. Ihr Team trainierte Hunde die geringen Veränderungen im Geruch des Urins zu erkennen, die auf einen Blasenkrebs hinweisen können. Auch sie hofft mit diesem Verfahren Prostata- und Hautkrebsformen erkennen zu können. Die Nase eines Hundes sei eines der denkbar empfindlichsten Instrumente.

Der Vorteil bestehe darin, dass das Tier darauf abgerichtet werden kann, verschiedene Geruchsmuster zu erkennen. Weltweit wird von Forschungsteams an ähnlichen Projekten gearbeitet. Ein Ansatz ist es zum Beispiel aufgrund der ausgeatmeten Luft zu untersuchen, ob eine Tumorerkrankung der Lunge vorliegt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.monell.org
http://portal.acs.org
http://www.amersham.org.uk/hospital

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