Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hallesche Mediziner Teil eines nationalen Forschungsnetzwerkes gegen das Pankreaskarzinom

05.12.2008
Hallesche Internisten sind Teil eines nationalen Forschungsnetzwerkes gegen das Pankreaskarzinom geworden. Das Genomnetzwerk wird durch das Bundesforschungsministerium in den kommenden fünf Jahren mit 6,8 Millionen Euro gefördert und sucht nach neuen Ansätzen bei der Diagnostik und Therapie des Pankreaskarzinoms.

Die Universitätsklinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Halle (Saale) ist ab sofort Mitglied des "Translationalen Genomnetzwerks für das Pankreaskarzinom", das vom Bundesforschungsministerium BMBF 6,8 Millionen Euro Fördermittel für die kommenden fünf Jahren erhielt.

"Das Netzwerk will genombasierte Diagnoseverfahren und Therapien schnell in die klinische Anwendung bringen, um die Behandlung des Pankreaskarzinoms zu verbessern", erklärt Professor Dr. Thomas Seufferlein, Direktor der Klinik. Als Genom wird das Erbgut eines Lebewesens bezeichnet. Unter Pankreaskarzinom werden Tumore der Bauchspeicheldrüse zusammengefasst. Die Prognose für diese Erkrankung ist bisher sehr schlecht. Nur ein bis zwei Prozent der operierten Patienten überleben fünf Jahre, die mittlere Überlebenszeit beträgt nur ein halbes Jahr.

Der neue Verbund ist Teil des Nationalen Genomforschungsnetzes, das zum Ziel hat, mit Methoden der Humangenomforschung ein molekulares Verständnis von Krankheitsprozessen zu gewinnen. Die aktuelle Projektphase zielt auf die Umsetzung von bereits erarbeiteten Grundlagen in konkrete klinische Anwendungen. Hierzu wurden in einem Wettbewerb bundesweit 25 "integrierte Verbünde der medizinischen Genomforschung" zur Förderung ausgewählt, um mittels modernen molekularbiologischen Methoden neue Ansatzpunkte für die Therapie von Volkskrankheiten zu schaffen.

Das "Translationale Genomnetzwerk für das Pankreaskarzinom" setzte sich als eines von sieben Forschungsvorhaben zu verschiedenen Krebserkrankungen durch. Die in diesem Netzwerk zusammengeschlossenen elf Teilprojekte verfolgen das Ziel, die Identifizierung molekularer Strukturen zur Diagnose und Therapie des Pankreaskarzinoms voranzutreiben und rasch die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung über vorklinische Tests in klinische Anwendungen umzusetzen.

Neben der halleschen Klinik sind an dem Verbund Arbeitsgruppen an den Universitäten Marburg, Bochum, Heidelberg, Kiel, München und Ulm sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, das Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie in Berlin, die Bayer Schering Pharma AG und die Applied Biosystems/Applera Deutschland GmbH beteiligt.

Jens Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-halle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Graduiertenschule HyPerCells entwickelt hocheffiziente Perowskit- Dünnschichtsolarzelle

17.08.2017 | Energie und Elektrotechnik

Forschungsprojekt zu optimierten Oberflächen von Metallpulver-Spritzguss-Werkzeugen

17.08.2017 | Verfahrenstechnologie

Fernerkundung für den Naturschutz

17.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz