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Gezielte Therapie von Knochenmarkkrebs möglich

30.01.2015

"Dtp3" entwickelt - Vermeidung von Nebenwirkungen sowie Rezidivität

Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto di Biostrutture e Bioimmagini http://www.ibb.cnr.it  hat in Zusammenarbeit mit dem Imperial College London http://imperial.ac.uk  ein synthetisches Molekül gegen das Multiple Myelom entwickelt.


Tropf: neue Hoffnung für Krebspatienten

(Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)

Das als "Dtp3" benannte Mittel wirkt ganz gezielt auf die Krebszellen ein und hat im Gegensatz zu den herkömmlichen Pharmaka keinen toxischen Einfluss auf gesunde Zellen.

Multiples Myelom bisher unheilbar

Beim Multiplen Myelom handelt es sich um eine als unheilbar geltende Krebserkrankung des Knochenmarks, die die Plasmazellen des Immunsystems angreift und weltweit rund zwei Prozent aller von Tumoren verursachten Sterbefälle ausmacht.

Die meisten der heute verwendeten Pharmaka haben schwere Nebenwirkungen und führen fast ausnahmslos zur Resistenz, weshalb die Krankheit nach einer kurzen Ruhephase wieder ausbricht.

"Wir haben einen neuen Zellmechanismus entdeckt, der das Wachstum der Myelomzellen steuert", so Projektleiterin Annamaria Sandomenico. An den dazugehörigen Abläufen seien die Proteine Gadd45beta und Mkk7 beteiligt.

Das von den Forschern entwickelte Dtp3 besitzt eine selektive Wirkung gegen die Myelomzellen, indem die Tätigkeit von Gadd45beta unterbunden und die des Mkk7 gefördert wird.

Große Wirkung gegen Gadd45beta

"Die therapeutischen Vorteile beruhen auf der hochspezifischen Wirkung gegen Gadd45beta, das in hoher Konzentration in den Krebszellen und nur in sehr geringem Maße in gesunden Zellen vorkommt", sagt die italienische Wissenschaftlerin.

Die klinische Phase zur Erprobung von Dtp3 soll noch in diesem Jahr in Großbritannien durchgeführt und mit sieben Mio. Pfund (rund 9,36 Mio. Euro) unterstützt werden.

Die multidisziplinäre Untersuchung wurde vom Medical Research Council, dem National Institute of Health und der Imperial Innovations finanziert. Einzelheiten können in der Fachzeitschrift "Cancer Cell" http://cell.com  nachgelesen werden.

Harald Jung | pressetext.redaktion

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