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Geringe Belastung durch Antibiotika in Gülle

28.03.2014

Antibiotika werden in der Intensivtierhaltung in großem Umfang eingesetzt.

Über die Gülle landen die Arzneimittel auf den Feldern und damit in der Umwelt. Das Umweltbundesamt  (UBA) ging mit Beteiligung von Jülicher Agrosphärenforschern der Frage nach, ob Arzneimittel vom Acker in das Grundwasser gelangen.

Ergebnis: Auch unter besonders ungünstigen Bodenbedingungen gelangen die Medikamente derzeit nur selten ins oberflächennahe Grundwasser. 

Im Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphärenforschung (IBG-3), untersuchen Wissenschaftler seit vielen Jahren, wie Antibiotika durch den Boden ins Grundwasser transportiert werden.

Die Jülicher berieten das Bundesumweltamt außerdem hinsichtlich der Auswahl der Antibiotika, nach denen im Grundwasser gesucht werden sollte.

Für die Studie wurden in den Jahren 2012 und 2013 an 48 Messstellen in vier Bundesländern jeweils mindestens zweimal Proben auf 23 Wirkstoffe untersucht. Bei 39 Messstellen wurden keinerlei Wirkstoffe gefunden.

Bei sieben Messstellen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fanden sich allerdings Sulfonamide. Die Werte waren mit max. 11 Nanogramm pro Liter (ng/l) allerdings sehr gering.

Zum Vergleich: Der Grenzwert für Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe im Grundwasser liegt zehnfach höher (0,1 Mikrogramm/Liter = 100 ng/l).

Lediglich bei zwei Messstellen lag der Wirkstoff Sulfamethoxazol über dem Grenzwert für Pflanzenschutzmittel oder Biozide im Grundwasser. 

Pressemitteilung des Umweltbundesamtes:

www.umweltbundesamt.de/presse/presseinformationen/ 

Informationen zum Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3):

http://www.fz-juelich.de/ibg/ibg-3/EN/Home/home_node.html

Erhard Zeiss | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

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