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Gen-Blockade erhöht Erfolg der Strahlenbehandlung

06.04.2010
Forscher hoffen auf verbesserte Wirkung und neue Medikamente

Wissenschaftler der University of Oxford haben ein Gen entdeckt, das die Fähigkeit der Strahlenbehandlung, Krebszellen abzutöten, einschränkt. Das Team um Geoff Higgins wies nach, dass das Blockieren des Gens POLQ die Strahlentherapie wirksamer machen kann. Dieses Gen spielt bei der Reparatur von beschädigter DNA eine entscheidende Rolle.

Neue Medikamente

Nun hoffen die Forscher, dass dieses Gen die Entwicklung neuer Medikamente erleichtern kann. Viele Tausende Krebspatienten erhalten eine Form der Strahlentherapie als Teil ihrer Behandlung. Die Strahlentherapie soll einen entscheidenden Anteil an jenen 40 Prozent der Behandlungen haben, in denen der Krebs eliminiert wird, heißt es bei der BBC.

Tumore können laut den Wissenschaftlern jedoch sehr verschieden auf eine Strahlenbehandlung reagieren. Die genauen Gründe für diese Unterschiede sind jedoch bis heute weitgehend unerforscht. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Erfolgsrate der Strahlenbehandlung zu erhöhen, konzentrierten sich die Forscher auf Gene, die bei der Reparatur von DNA-Schäden eine Rolle spielen.

Tumore empfindlicher

Nachdem POLQ identifiziert war, zeigte es sich, dass eine Blockierung des Gens bei verschiedenen Krebsarten, wie Erkrankungen des Kehlkopfes oder der Bauchspeicheldrüse, die Tumore empfindlicher für die Wirkung der Strahlung machte. Frühere Studien hatten ergeben, dass dieses Gen bei gesundem Gewebe nicht besonders aktiv ist.

Als das gleiche Experiment bei gesunden Zellen durchgeführt wurde, hatte die Blockierung keine Auswirkungen auf die Empfindlichkeit des Gewebes auf Strahlung. Die Tatsache, dass POLQ in Krebszellen aktiver zu sein scheint, macht es zu einem guten Ziel für Versuche, die Wirkung der Strahlenbehandlung zu verbessern.

Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Cancer Research http://cancerres.aacrjournals.org veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ox.ac.uk

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