Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frauen: Stress in Lebensmitte erhöht Demenzrisiko

01.10.2013
Hormone führen zu Veränderungen im Gehirn - Weitere Analysen nötig

Stress in der Mitte des Lebens könnte das Risiko von Frauen erhöhen, später an einer Demenz zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Göteborgs Universitet, an der 800 Frauen teilgenommen haben, die mit Ereignissen wie einer Scheidung oder einem Trauerfall zurechtkommen mussten. Sie erkrankten Jahrzehnte später eher an Alzheimer. Je mehr Stress diese Ereignisse für die Frauen bedeuteten, desto größer war laut BMJ Open http://bmjopen.bmj.com auch das Demenzrisiko.

Tod und Scheidung belasten

Das Team um Lena Johansson schätzt, dass Stresshormone für eine Demenz verantwortlich sein könnten. Denn diese führen zu schädlichen Veränderungen des Gehirns. Stresshormone können zu einer ganzen Reihe von Veränderungen im Körper führen. Betroffen sind zum Beispiel der Blutdruck und der Blutzucker. Diese Werte können auch noch Jahre nach einer traumatischen Erfahrung erhöht sein. Weitere Studien sind jedoch nötig, um diese Studienergebnisse zu überprüfen und herauszufinden, ob dieser Zusammenhang auch bei Männern auftritt.

Die Teilnehmerinnen der Analyse wurden in ihren späten Dreißigern, mit Mitte 40 oder Mitte 50 einer Reihe von Tests unterzogen und dann in regelmäßigen Abständen in den nächsten vier Jahrzehnten. Zu Beginn hatte eine von vier Frauen mindestens eine stressreiche Erfahrung hinter sich. Ähnlich viele Frauen hatten mindestens zwei schwierige Erfahrungen gemacht. Eine von fünf Frauen hatte rund drei derartige Erlebnisse gehabt. Der Rest hatten entweder noch mehr Stress erlebt oder war keinen derartigen Belastungen ausgesetzt.

Stressbewältigung elementar

In der restlichen Laufzeit der Erhebung starben 425 Teilnehmerinnen. 153 erkrankten an einer Demenz. Bei der Analyse der Belastungen der Frauen in der Mitte ihres Lebens wurde ein Zusammenhang zwischen Stress und dem Demenzrisiko erkennbar. Laut Johansson sollten weitere Studien untersuchen, ob Stressbewältigung und Verhaltungstherapie helfen können, das Eintreten einer Demenz zu verhindern.

Laut Simon Ridley von Alzheimer's Research UK http://www.alzheimersresearchuk.org ist es schwer, einen direkten Zusammenhang zwischen Stress und Demenz herzustellen. Der Stress könnte auch nur ein Hinweis auf einen anderen Risikofaktor bei dieser Gruppe von Frauen sein. Der Zusammenhang könnte auch auf ganz andere Gründe zurückzuführen sein. "Wir wissen, dass die Risikofaktoren für Demenzerkrankungen sehr komplex sind. Unser Alter, die Gene und auch die Umwelt könnten eine Rolle spielen."

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.sahlgrenska.gu.se

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

nachricht Chronische Wunden können heilen
16.10.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz