Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt gestartet: Verbesserung der hausärztlichen Versorgung geriatrischer Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2

14.11.2011
An der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist durch die die Sektion Allgemeinmedizin ein Forschungsprojekt zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgung geriatrischer Patienten gestartet worden.

Der Name BAIDIA steht für „Betreuungsprobleme Aelterer Insulinpflichtiger Diabetiker in der Allgemeinmedizin“. Das Projekt widmet sich der hausärztlichen Versorgung älterer Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (ab 60 Jahre).

Hintergrund des Projektes ist der demografische Wandel und die damit einhergehende veränderte Altersstruktur in Sachsen Anhalt: Die Zahl älterer und hausärztlich versorgter Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 nimmt deutlich zu. Jeder zweite Diabetiker beim Hausarzt ist bereits älter als 65 Jahre. Viele Patienten benötigen zudem Unterstützung in der Behandlungspflege durch professionelle Pflegekräfte oder Familienangehörige.

Gerade ältere Patienten sind oft mit den hohen Anforderungen einer komplexen Insulintherapie überfordert. Der Behandlungserfolg dieser Diabetiker ist häufig schwierig sicherzustellen. Die Ärzte müssen stärker als bei anderen Patienten die medizinische Therapie in Einklang mit der spezifischen Lebenssituation des Patienten bringen. BAIDIA untersucht, wie eine einfach zu handhabende Insulintherapie in der hausärztlichen Versorgung geriatrischer Patienten durchgeführt werden kann.

Wichtige Impulse werden dabei vor allem von den beteiligten Hausärzte erwartet – wie sie die Betreuung insulinpflichtiger Patienten durch professionell Pflegende einschätzen und welche Maßnahmen sie für die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Pflegediensten und medizinischen Fachangestellten (MFA) vorschlagen. Hausärztliche Therapieziele (DMP) und individuelle Lebensqualitätsvorstellungen sollen berücksichtigt und im Sinne erfolgreichen Krankheits- bzw. Lebensstilmanagements aufeinander abgestimmt werden. Am Ende des Projekts, geplant für das Jahresende 2012, stehen Therapieempfehlungen zur Diabetes- und Insulintherapie geriatrischer Patienten im hausärztlichen Praxisalltag.

BAIDIA ist ein Projekt der halleschen Universität in Kooperation mit dem Förderverein Allgemeinmedizin Sachsen-Anhalt. In diesem Verein treffen sich Partner, die Verantwortung für die medizinische Versorgung der Patienten in Sachsen-Anhalt – insbesondere im Bereich der Allgemeinmedizin – übernehmen. Die Partner für BAIDIA sind der Hausärzteverband und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt, die AOK Sachsen-Anhalt und seitens der forschenden Pharmaindustrie die Firma Sanofi.

Kontakt
Sektion Allgemeinmedizin
Dr. Andreas Klement
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Magdeburger Str. 8,
06112 Halle (Saale)
Tel: 0345/ 557-5339
Fax: 0345 / 557-5340
Mail: allgemeinmedizin@medizin.uni-halle.de

Jens Müller | Universitätsklinikum Halle
Weitere Informationen:
http://www.medizin.uni-halle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie