Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsergebnisse zu Demenz auf ein bis zwei Seiten zusammen gefasst

10.01.2014
Forschungsnewsletter des Dialogzentrums Demenz bietet Wissenstransfer für Praktiker und Interessierte

Der neue Forschungsnewsletter des Dialog- und Transferzentrums Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke ist jetzt im Internet erschienen. Darin fassen die MitarbeiterInnen des DZD 21 internationale Forschungsarbeiten zu Demenz auf ein bis zwei Seiten kurz zusammen. Der Dienst steht kostenfrei unter http://dzd.blog.uni-wh.de/files/2013/12/2.-Newsletter-2013.pdf. zur Verfügung.

In dieser Ausgabe geht es u.a. darum wie Demenzpatienten mit leichter und mittlerer Erkrankung ihre eigene Identität erfahren: Entgegen bisherigen Annahmen passen diese ihr Selbstbild der Erkrankung an und halten nicht nur an alten erlernten Mustern fest. Für alle im Gesundheitswesen Tätigen ist es wichtig zu begreifen, dass die Aufrechterhaltung des eigenen Selbst ein wesentlicher Arbeits- und Lebensinhalt von Menschen mit Demenz darstellt, den es zu unterstützen gilt und der nicht untergraben werden sollte, indem die Person als defizitär, unkooperativ, schwierig oder dysfunktional dargestellt wird. Oder es geht um Halluzinationen. Mit diesem Wort beschreiben Pflegende gerne, wenn Demenzpatienten scheinbar grundlos und spontan z. B. mit nicht-anwesenden Personen reden. Die Autoren der amerikanischen Studie warnen davor, solche Einstufungen zur Grundlage einer Einschätzung der Gesundheit der Patienten zu machen – zu wenig sei bisher über den Auslöser dieses Verhaltens bekannt.

In einer anderen Studie räumt die Zusammenfassung der DZD-Forscher mit dem Vorurteil auf, man könne die Lebenserwartung eines Patienten mit Demenz einschätzen: Alter und Schwere der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose sagen nichts über die Lebenserwartung aus. Auch falsch: Von Symptomen auf die Schwere der Erkrankung schließen zu wollen. Die Auflistung einzelner Symptome und die allgemeine Charakteristik der Schweregrade macht es schwer, die Zusammenhänge zwischen Funktionsausfällen und Symptomatiken insgesamt zu durchdringen und zu verstehen. Weitere Themen: „Pflegende und Ärzte greifen bei herausforderndem Verhalten in der Praxis gerne auf Psychopharmaka zurück” oder auch „Alkoholkonsum und Stress“.

Forschungsresultate dieser Art sind für Pflegende und Betreuende nicht leicht zugänglich. Der Newsletter des Dialogzentrums Demenz mit dem Forschungsmonitoring versucht, hier eine Lücke im Wissenstransfer zu schließen. Pro Newsletter werden 20-30 Studien aus der Pflege- und Versorgungsforschung vorgestellt, die praxisbedeutsam sind und die Argumentationsfähigkeit der praktisch Tätigen erhöhen. Der Newsletter kann kostenfrei heruntergeladen bzw. abonniert werden unter: www.dialogzentrum-demenz.de

Das DZD – finanziert vom Pflegeministerium NRW und den Landesverbänden der Pflegekassen NRW – ist eine Säule der 2004 gegründeten Landesinitiative Demenzservice NRW und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis. Der erscheinende Newsletter gehört zur Arbeit des Instituts im Bereich der Wissensvermittlung an Praktiker. In dieser fünfzehnten Ausgabe, haben die Forscher 21 Studien aus der internationalen Demenzforschung zusammengefasst und dabei versucht, die Essenz aus diesen Studien herauszustellen.

Weitere Informationen bei: Detlef Rüsing, 02302 926306, dialogzentrum@uni-wh.de

Dialogzentrum-Online:
web: www.dialogzentrum-demenz.de
facebook: https://www.facebook.com/DialogzentrumDemenz
twitter: https://twitter.com/DemenzDialog
Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.750 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de
http://dzd.blog.uni-wh.de/files/2013/12/2.-Newsletter-2013.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Seminar zur angewandten Versuchsmethodik und Lebensdauererprobung

18.10.2017 | Seminare Workshops

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie